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Robert Lewandowski wechselte 2010 von Lech Posen zum BVB © getty

BVB-Boss Watzke erklärt, dass der Verein Lewandowski im Sommer nicht gehen lassen will. Dessen Berater reagieren gereizt.

Von Matthias Becker

München - Das Gezerre um Stürmer Robert Lewandowski wird immer mehr zum Duell zwischen Borussia Dortmund und den Beratern des Torjägers.

Während die Vertreter des Polen durch zahlreiche öffentliche Aussagen versuchen, den Druck auf den BVB zu erhöhen, erteilte dieser nun einem vorzeitigen Wechsel des 24-Jährigen erneut eine Absage.

"Nachdem Mario Götze uns nun überraschend verlässt, haben wir beschlossen, dass wir in diesem Sommer keinen Spieler mehr abgeben wollen. Das betrifft auch Robert", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke der "Süddeutschen Zeitung".

Aussagen aus Lewandowskis Lager, wonach den Dortmundern ein Angebot für einen Wechsel in diesem Sommer vorliege, das zuvor ausgehandelten Kriterien des Klubs entspräche, wies Watzke zurück:

"Lewandowski hat keine Ausstiegsklausel, und es gibt auch keine Nebenabreden."

Dementi der Bayern

Dies hatten die Berater des Stürmers, der Pole Cezary Kucharski und der Deutsche Maik Barthel zuletzt anders dargestellt.

Gemeinsam betreiben Kucharski und Barthel die Agentur "Eurosports Management", deren einzig namhafter Klient Lewandowski ist.

Dessen Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2014.

Der FC Bayern, der sich nach SPORT1-Informationen mit Lewandowski einig ist, hatte am Freitag via Pressemitteilung dementiert, bereits einen Vertrag mit dem Spieler zu haben - was den Transferregularien zufolge auch nicht rechtens wäre.

Watzke telefoniert mit Rummenigge

Bei einem Telefongespräch mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, "war von einem Interesse an Lewandowski keine Rede", versicherte Watzke der "SZ".

Das könnte das forsche Auftreten der Berater erklären, die weiterhin einen Wechsel des BVB-Torjägers noch in diesem Sommer forcieren wollen.

Verbal-Attacke auf Journalisten

Die Anspannung ist offenbar groß bei Kucharski und Barthel. In der Nacht tauchte auf der Twitter-Seite von "Eurosports Management" eine Nachricht auf, in der dem SZ-Journalisten "geistige Umnachtung" vorgeworfen wird.

In den Profil-Informationen heißt es "Hier twittert fast nur Maik Barthel".

Am Morgen verkündete "Eurosports Management": "Informationen in der Presse aus Spanien sind haltlos und nicht richtig."

BVB bleibt gelassen

Dort hatte die "Marca" Kucharski am Freitag nämlich mit den Worten zitiert: "Wenn Florentino (Perez, Präsident von Real Madrid, Anm. d. Red.) nach meiner Nummer fragt, gebt sie ihm bitte."

So kam der Eindruck auf, dass es den Lewandowski-Beratern in allererster Linie darum ginge, ihren Schützling in diesem Sommer bei einem neuen Groß-Klub unterzubringen - egal bei welchem.

In Dortmund nehmen sie dieses Schauspiel äußerlich gelassen zur Kenntnis.

"Ich gehe davon aus, dass Robert in der kommenden Saison weiter für uns spielt", versicherte Watzke der "SZ" und fürchtet keinen Leistungseinbruch des Polen:

"Ich habe eine Zusage, dass er im Ernstfall bis 2014 mit vollem Einsatz für uns spielt."

Zudem wollten weitere Stammkräfte wie Mats Hummels laut Watzke nicht den Verein verlassen.

Gerüchte um de Bruyne und Dzeko

Die Personalplanungen des BVB nehmen derweil aber an Fahrt auf.

Aus Belgien schwappten am Samstag Gerüchte über die Grenze, Kevin de Bruyne könnte schon bald einen Fünfjahresvertrag bei der Borussia unterschreiben.

Wie die "Ruhr Nachrichten" berichten, wird zudem der Flirt des BVB mit dem Ex-Torschützenkönig der Bundesliga, Edin Dzeko, wieder heißer.

Dzeko wäre ein erstklassiger Ersatz für: Robert Lewandowski.

Dagegen widersprach Watzke vehement den in den sozialen Medien verbreiteten Gerüchten über Gespräche in Dortmund mit Mario Gomez.

"Da wird ein Wahnsinn verbreitet, dass es einem manchmal schlecht wird", sagte er der "WAZ".

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