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Breno wird Weihnachten mit seiner Familie in Brasilien verbringen
Breno stand von 2008 bis 2012 beim FC Bayern München unter Vertrag © dpa Picture Alliance

Der wegen Brandstiftung inhaftierte Profi darf sich Hoffnung auf Hafterleichterungen machen. Das ruft seinen Ex-Klub auf den Plan.

München - Der inhaftierte brasilianische Profi Breno (23) steht vor einer Vollzugslockerung und möglicherweise vor einer Rückkehr zum 1. FC Nürnberg.

"Wir prüfen derzeit, wie der weitere Haftverlauf von Herrn Breno gestaltet werden kann", sagte Michael Stumpf, Leiter der Justizvollzugsanstalt München, dem "Focus".

Laut des Nachrichtenmagazins führt Stumpf derzeit Gespräche mit Breno, der Ausländerbehörde und der Vollstreckungs-Staatsanwaltschaft.

"Wenn die Sondierungsgespräche positiv für Herrn Breno verlaufen, könnte er im Sommer in die Freigänger-Außenstelle wechseln", sagte Stumpf.

Als Freigänger dürfte Breno, der im Frühjahr 2010 von München nach Nürnberg ausgeliehen wurde, am Tag einer Beschäftigung nachgehen und müsste erst abends wieder in die JVA zurückkehren.

Bayern und Club mögliche Arbeitgeber

Als mögliche Arbeitgeber für Breno gelten der neue deutsche Meister Bayern München und der 1. FC Nürnberg, beides Ex-Klubs des Verteidigers.

"Wir würden Breno gerne helfen. Er ist ein klasse Typ mit super Charakter. Und der Sinn für uns wäre auch, einen guten Innenverteidiger zu bekommen", sagte Nürnbergs Manager Martin Bader am Sontag dem "Focus".

Bader sieht ein Problem

Bader bezeichnete es allerdings als Problem, dass der brasilianische Erstligist FC Sao Paulo Breno im Dezember 2012 für drei Jahre unter Vertrag genommen hat.

Zwei Verträge gleichzeitig seien nicht möglich, das ginge auch aus Sicht der DFL nicht, sagte Bader.

Breno wurde im vergangegen Jahr vom Landgericht München wegen schwerer Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Der Abwehrspieler hatte in der Nacht auf den 20. September 2011 das von ihm im Münchner Nobelvorort Grünwald angemietete Haus angezündet. Der Sachschaden im völlig zerstörten Gebäude belief sich auf etwa 900.000 Euro.

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