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Ivica Olic (l.) erzielte im Hinspiel den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich für den HSV © getty

Leverkusen und Hamburg kämpfen im Sonntagsspiel um ihre Titelchancen. Gastgeber Bayer ist dabei gleich doppelt im Vorteil.

München - Sie träumen vom Titel, doch für Bayer Leverkusen und den Hamburger SV könnte bereits am Sonntag der Aschermittwoch kommen.

Wenn in der Karnevalshochburg Düsseldorf das Verfolgerduell angepfiffen wird (So., ab 16.30 Uhr LIVE ), dürfen sich beide Mannschaften nicht zum Narren halten lassen - nur für den Sieger des Spitzenspiels ist die Krönung zum Deutschen Meister im Mai realistisch.

"Natürlich träumen wir von der Meisterschaft, denn es marschiert ja keiner vorweg", sagte HSV-Nationalspieler Piotr Trochowski.

Und auch Teamkollege Mladen Petric hat bereits die Schale im Blick. "Nach 21 Spieltagen ist noch niemand zum Meister ernannt worden. Es ist egal, wer Tabellenführer ist - schön ist es nur zum Schluss."

"Jedes Spiel ein Finale"

Am Sonntag allerdings muss der kroatische EM-Teilnehmer den zweiten Teil einer Rotsperre absitzen.

HSV-Trainer Martin Jol lässt das kalt, er stellt Paolo Guerrero im Angriff neben Ivica Olic. Die Ansage des Niederländers vor den englischen Wochen ist klar: "Jetzt ist jedes Spiel ein Finale."

Bayer hofft vor einer Rekordkulisse auf einen Sieg im Düsseldorfer "Exil", das Wort Niederlage ist tabu.

"Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir den HSV schlagen", erklärte Trainer Bruno Labbadia - wohlwissend, dass die Hanseaten den Vorsprung auf Leverkusen auf sechs Punkte ausbauen könnten.

HSV vor "Wochen der Wahrheit"

Der überzeugende 4:1-Erfolg von Bayer bei Herbstmeister 1899 Hoffenheim hat dem HSV Respekt eingeflößt.

"Sie haben wirklich ein bemerkenswertes Spiel gezeigt und konnten sich nun die ganze Woche in Ruhe auf unser Spiel vorbereiten, aber das muss nicht immer von Vorteil sein", sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

Zumal auch die Hamburger nicht allzu erschöpft sein dürften, schonten sie doch beim souveränen 3:0 bei NEC Nijmegen im UEFA-Cup ihre Kräfte. Topspiel, UEFA-Cup-Rückspiel, Nordderby gegen Wolfsburg und DFB-Pokal-Viertelfinale - nach den Wochen der Wahrheit weiß man beim HSV vielleicht schon mehr.

Heimspielkrise bei Bayer

Leverkusen kämpft dagegen mit einer kleinen Heimspielkrise, in den vergangenen drei Partien vor eigenem Publikum holte die Werkself nur beim 1:1 gegen Energie Cottbus einen Punkt.

Mit schon vier Niederlagen hat Bayer zudem die schlechteste Heimbilanz aller Vereine aus der oberen Tabellenhälfte. Beim HSV ist das Problem ein umgekehrtes: Aus den letzten sechs Auswärtsspielen gab es einen Sieg.

Neuzugang Tomas Rincon aus Venezuela ist bei den Hamburger ab sofort spielberechtigt, wird aber wohl noch nicht auflaufen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Leverkusen: Adler - Castro, Henrique, Friedrich, Kadlec - Rolfes - Renato Augusto, Vidal, Barnetta - Helmes, Kießling

Hamburg: Rost - Demel, Gravgaard (Benjamin), Mathijsen, Aogo - Silva, Jarolim - Trochowski, Jansen - Guerrero, Olic

Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)

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