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Bisher nur drei Saison-Spiele von Anfang an: 3,8-Millionen-Neuzugang Caio © getty

Vor dem Heimspiel gegen Karlsruhe geht bei der Eintracht die Angst vor der zweiten schwarzen Serie der Saison um.

Frankfurt - Bei Eintracht Frankfurt geht die Angst vor einem Deja-vu-Erlebnis um.

Acht Spiele benötigte der erneut schwächelnde Bundesligist in der Vorrunde, um im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC (2:1) Ende Oktober 2008 den ersten Saisonsieg einzufahren.

Angesichts von nur einem Punkt in den drei Spielen des neuen Jahres droht den Hessen in der Rückserie ein ähnlicher Fehlstart, der mit einem "Dreier" im richtungweisenden Punktspiel am Samstag abgewendet werden soll - beim Tabellenvorletzten aus Karlsruhe (ab 15 Uhr LIVE).

Bruchhagen: "Müssen nach unten schauen"

"Schon in der Vorrunde waren wir schlecht gestartet, jetzt haben wir sogar noch einen Punkt weniger. Wir müssen schleunigst die Kurve kriegen und beim KSC punkten", sagt Eintracht-Verteidiger Marco Russ und sieht die Frankfurter bereits mitten im Abstiegskampf.

Auch Vorstandsboss Heribert Bruchhagen macht angesichts von einem bis auf drei Punkte geschmolzenen Puffer zur Abstiegszone keinen Hehl aus der brenzligen Situation: "Jetzt müssen wir nach unten schauen."

Pfeifkonzert gegen Meier

Wer geglaubt hatte, die Anfang Februar beschlossene Vertragsverlängerung von Trainer Friedhelm Funkel würde für Ruhe bei den kritischen Fans und kurzfristige Erfolge sorgen, sah sich getäuscht.

Im Gegenteil. Bei den Anhängern rückt ausgerechnet Alexander Meier - er gilt als Funkels Lieblingsschüler - wegen seiner schwachen Leistungen immer mehr in den Mittelpunkt der Kritik.

Der lange Zeit verletzte Spielmacher wurde bei der jüngsten Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg (0:2) von den Eintracht-Anhängern gnadenlos ausgepfiffen, was bei Funkel auf Unverständnis stieß.

"Diese Pfiffe hat keiner verdient. Es gibt keinen Grund, einen eigenen Spieler herauszupicken und auszupfeifen. Das ist einfach nicht korrekt", sagt der Eintracht-Coach und hält Meier die Stange: "Alex muss nach seiner Verletzungspause erst wieder seinen Rhythmus finden."

Standpauke für Fenin

Funkel weiß aber nur zu gut, dass viele Fans lieber heute als morgen den technisch starken, aber läuferisch schwächeren Caio für Meier in der Stammelf sehen würden.

Der für die Rekordablöse von 3,8 Millionen Euro verpflichtete Brasilianer, der in dieser Saison erst drei Bundesligapartien von Beginn an bestritt, war wegen seiner zeitweise fehlenden Fitness bei Funkel in Ungnade gefallen, präsentierte sich zuletzt aber physisch verbessert.

Doch nicht nur diese Personalie bereitet Karnevals-Fan Funkel, der sich in diesen Tagen Stürmer Martin Fenin wegen dessen "Fallsucht" im Strafraum zur Brust nahm, in der närrischen Zeit Kopfzerbrechen.

Chris und Korkmaz vor Comeback

Auch die scheinbar nie endende Verletztenmisere beim Tabellen-13. setzt dem 55-Jährigen zu. Zuletzt zog sich Rechtsverteidiger Patrick Ochs gegen Wolfsburg einen Mittelhandbruch zu, sein Einsatz in Karlsruhe gilt als gefährdet.

Zudem fehlen Funkel seit langem Kapitän Ioannis Amanatidis, Christoph Spycher, Christoph Preuß (alle Knie-OP) und Zlatan Bajramovic (Muskelfaserriss im Oberschenkel).

Die zuletzt pausierenden Chris, der nach seiner Rotsperre in der kommenden Woche wieder spielberechtigt ist, und Ümit Korkmaz (Fußbruch) stehen dagegen vor ihrem Comeback.

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