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Borussia Mönchengladbach feiert den ersten Sieg im neuen Jahr © getty

Gladbach greift wieder an. Mit tollen Toren schläft die Meyer-Truppe Hannover. Marin und Baumjohann lassen Gladbach zunächst jubeln.

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach hat dank Oliver Neuville im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga ein Lebenszeichen gesetzt und Hannover 96 mit in den Abstiegsstrudel gerissen.

Die Gladbacher besiegten am 21. Spieltag die Niedersachsen durch den späten Treffer des Ex-Nationalspielers sieben Minuten vor Schluss mit 3:2 (2:0) und feierten damit den ersten Sieg nach zuvor acht Spielen ohne Dreier.

Hannover kassierte dagegen die sechste Auswärtsniederlage in Folge und muss jetzt verstärkt den Blick nach unten richten.

Abstiegkampf in Hannover

96 liegt nur noch drei Punkte vor den bedrohten Plätzen. Die Auswärtsbilanz ist bereits zweitklassig: Die Niedersachsen haben als schlechteste Auswärtsmannschaft weiterhin nur einen Punkt in fremden Stadien geholt.

Vor der Saison-Minuskullise von 36.166 Zuschauern im Borussia-Park hatte Alexander Baumjohann die Gastgeber wie schon beim 1:1 gegen Hoffenheim mit einem Traumtor aus 30 Metern in Führung geschossen (36.).

Marin erhöht

Nationalspieler Marko Marin erhöhte sieben Minuten später nach einem schönen Solo auf 2:0 und traf wie Baumjohann damit zum dritten Mal in dieser Saison.

Hannover kam durch Sergio Pinto in der 53. Minute ebenfalls per Fernschuss zum Anschlusstreffer.

"Nach dem 2:1 war die Kontrolle dieses Spiels weg und Hannover kam folgerichtig zum Ausgleich", analysierte Gladbach-Coach Hans Meyer. Gewinne hier einen Tag mit dem Stadionsprecher in der AWD Arena!

Als Schulz in der 77. Minute mit einem Kopfball den Ausgleich erzielte, dürfte 96 sogar vom Sieg träumenen, ehe Neuville sieben Minuten vor Schluss zuschlug.

Für Meyer geht der Sieg in Ordnung

Meyer findet den Sieg nur fair: "Dass wir durch das Tor von Oliver Neuville noch gewinnen, ist vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit. Nicht für dieses Spiel, aber wir waren bisher ja nicht in allen Spielen vom Glück geprügelt."

Hannovers Trainer Dieter Hecking hatte eine Erklärung parat, machte seiner Mannschaft aber auch einen Vorwurf:

"Wir waren fünf Minuten zu passiv, sodass der Gegner ungehindert agieren konnte. Wenn die Mannschaft dann aber so zurückkommt, kann man ihr nur zum Vorwurf machen, dass sie noch das dritte Tor bekommen hat.

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Gäste anfangs besser

In der Anfangsphase hatten die Gäste, bei denen Leon Andreasen und der Ex-Gladbacher Mikael Forssell in die Startformation zurückgekehrt waren, mehr vom Spiel.

Vor allem Jiri Stajner stellte seinen Gegenspieler Christian Dorda mehrfach vor unlösbare Probleme.

Borussia-Trainer Hans Meyer reagierte und wechselte Dorda bereits nach 24 Minuten aus.

Danach bekamen die Gastgeber die Partie besser in den Griff, der Führungstreffer durch Baumjohann fiel dennoch etwas überraschend.

Mehr Offensive

Marin, der wieder von Beginn an spielte, setzte sich vor seinem Tor gegen Christian Schulz und Pinto durch.

Hecking setzte in der zweiten Halbzeit durch die Hereinnahme von Jan Schlaudraff auf mehr Offensive und wurde durch die Treffer von Pinto und Schulz belohnt, ehe in der Schlussphase doch noch der K.o. folgte.

Jetzt beginnt auch der Trainer nach unten zu schauen: ""Die Mannschaft lebt, eindeutig. Sie bringt sich aber um den Lohn ihrer Arbeit, vor allem auswärts. Wenn man die Spiele nicht gewinnt, muss man auch nach unten schauen."

Beste Spieler bei den Gladbachern waren Steve Gohouri und Tomas Galasek, Hannover hatte seine besten Akteure in Stajner und Schulz.

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