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Der Brasilianer Caio (l.) markierte für Frankfurt das Tor des Tages © getty

Ausgerechnet der stark kritisierte Brasilianer schießt Frankfurt zum Sieg. Der Karlsruher SC verharrt weiter im Tabellenkeller.

Karlsruhe - Ausgerechnet der umstrittene Rekordspieler Caio hat die Krise von Eintracht Frankfurt vorerst beendet und gleichzeitig die Abstiegsängste beim Karlsruher SC geschürt.

Die zuvor viermal in Folge sieglosen Hessen gewannen durch den Treffer des teuersten Spielers der Klubgeschichte in der 54. Minute mit 1:0 (0:0) das Südwest-Derby beim "Kellerkind" KSC.

Damit entgeht die Eintracht vorerst dem drohenden Kampf um den Klassenerhalt.

Die 27.623 Zuschauern im Wildparkstadion sahen in der Anfangsphase eine durchwachsene Partie mit Vorteilen für die Einheimischen.

Trotz ihrer Überlegenheit kamen die Karlsruher zunächst aber nur zu einer guten Chance. Den Freistoß von Antonio da Silva konnte Eintracht-Torwart Markus Pröll allerdings parieren (7.).

Chancen sind Mangelware

Auch im Anschluss an diese Szene kontrollierten die Gastgeber, die auf Kapitän Maik Franz (Fersenoperation), Tim Sebastian (Bänderverletzung), Godfried Aduobe (Einblutung im Auge), Massimilian Porcello (Knieprobleme) und Joshua Kennedy (Schulterverletzung) verzichten mussten, die Begegnung.

Hochkarätige Chancen blieben aber Mangelware. Schuld daran waren in erster Linie die Gäste.

Eintracht agiert defensiv

Die Frankfurter, die ohne Kapitän Ioannis Amanatidis, Christoph Spycher, Christoph Preuß (alle Knie-Operation), Zlatan Bajramovic (Muskelfaserriss), Faton Toski (Leistenzerrung), Chris (gesperrt) sowie Ümit Korkmaz (Aufbautraining) auskommen mussten, konzentrierten sich fast ausschließlich auf die Defensive und ließen ernsthafte Angriffsversuche vermissen.

Planlose KSC-Angriffe

In den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte passte sich die Spielweise beider Mannschaften endgültig den jeweiligen Tabellenplätzen an.

Die destruktiv agierenden Gäste hatten kaum Mühe, die zumeist planlos vorgetragenen Offensivbemühungen der Platzherren zu unterbinden.

Chaoten sorgen fast für Abbruch

Zu Beginn der zweiten Hälfte stand die Partie kurz vor dem Abbruch.

Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) führte beide Mannschaften wieder vom Feld, da im Frankfurter Fanblock Feuerwerkskörper gezündet wurden, die in der Nähe von KSC-Torwart Markus Miller einschlugen.

Mit fünf Minuten Verzögerung wurde der zweite Durchgang dann aber doch angepfiffen.

Caio trifft nach Einwechslung

Schon neun Minuten nach Wiederbeginn machte sich der Schachzug von Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel bezahlt, der Caio zum Start der zweiten Hälfte eingewechselt hatte, um das Offensivspiel seiner Elf zu beleben.

Der 3,8 Millionen Euro teure Brasilianer war seit seiner Verpflichtung vor einem Jahr wegen fehlender Fitness zeitweise bei Funkel in Ungnade gefallen. Die besten Chancen zum Ausgleich für den KSC vergab Lars Stindl (72./75.).

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