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Marco Reus (l.) erzielt beim VfL Wolfsburg seine Saisontore 13 und 14 © imago

Der Nationalspieler trifft in den letzten zehn Minuten doppelt und verhindert damit eine Niederlage des BVB beim VfL Wolfsburg.

Wolfsburg - Borussia Dortmund ist 14 Tage vor dem Champions-League-Kracher gegen Bayern München noch nicht in Finalform (717063DIASHOW: Der 33. Spieltag).

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp kam im letzten Auswärtsspiel der Saison beim VfL Wolfsburg nach einer starken Aufholjagd in der zweiten Halbzeit nicht über ein 3:3 (1:3) hinaus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der zweite Tabellenplatz ist dem entthronten Meister zwar nicht mehr zu nehmen, allerdings verpasste es der BVB durch eine schwache Vorstellung, weiter Selbstvertrauen für das deutsche Gipfeltreffen am 25. Mai im Londoner Wembleystadion zu sammeln.

Im Niemandsland

Die Wolfsburger von Trainer Dieter Hecking befinden sich nach dem Punktgewinn weiter im Niemandsland der Tabelle. Die Europapokalplätze sind außer Reichweite.

Sven Bender (5.) hatte die Borussia mit seinem Blitztor in Führung gebracht, der Ex-Dortmunder Ivan Perisic (14./22.) drehte das Spiel für die Niedersachsen jedoch anschließend mit einem Doppelpack. Naldo (26.) erhöhte kurz darauf. Nationalspieler Marco Reus (84./88.) markierte mit seinem Doppelpack den Endstand.

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsburger Arena erwischten die Gäste den besseren Start. Bender traf nach schöner Freistoßvorarbeit von Nuri Sahin.

Boykott zu Beginn

Die meisten der mitgereisten BVB-Fans sahen das Tor allerdings nicht, da sie dem Gästeblock in den ersten 20 Minuten fern blieben. Die Dortmunder Anhänger boykottierten die Anfangsphase, um gegen die aus ihrer Sicht unnötigen Topspielzuschläge in der Bundesliga zu protestieren.

Wolfsburg gab sich nach dem Treffer jedoch noch längst nicht geschlagen und spielte erst recht druckvoll nach vorne. Belohnt wurden die forschen Bemühungen durch Perisics ersten Treffer für die "Wölfe".

Abgefälschter Schuss

Nach cleverer Vorarbeit seines ebenfalls glänzend aufgelegten kroatischen Landsmannes Ivica Olic musste er am langen Pfosten nur noch einschieben. Seinen zweiten Treffer markierte Perisic mit einem abgefälschten Distanzschuss, Naldo traf völlig freistehend nach einem Eckball aus zehn Metern.

Jürgen Klopp sank im Verlauf der ersten Hälfte immer tiefer in seinen Sitz und stand anschließend scheinbar fassungslos an der Seitenlinie - von Biss war bei seiner Mannschaft lange nichts zu sehen.

Schon in der Pause wechselte der BVB-Trainer Kevin Großkreutz für Jakub Blaszczykowski und Bender für Julian Schieber aus.

Das VfL-Mittelfeld um Diego spielte die Borussia förmlich schwindlig. Im Vergleich zum 1:1 gegen die Bayern vor einer Woche hatte Klopp Mats Hummels, Marco Reus, Sven Bender und Lukasz Piszczek in die Startformation berufen - mit wenig Erfolg.

Wolfsburg bleibt gefährlich

Zwar steigerten sich die Gäste nach der Pause merklich, mit Kontern waren die Hausherren jedoch immer brandgefährlich.

Der BVB versuchte es mit spielerischen Mitteln und hatte deutlich mehr Ballbesitz, die Niedersachsen versuchten über den Kampf, die drei Punkte zu sichern. Perisic (67.), der vergangene Woche im Hamburg (1:1) noch nicht mal in der Anfangself gestanden hatte, vergab eine weitere gute Möglichkeit.

Reus sorgte mit seinen Treffern in der Schlussphase für das aus Dortmunder Sicht schmeichelhafte Unentschieden.

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