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Ivan Perisic (Nummer 9) wechselte im Januar 2013 von Dortmund nach Wolfsburg © imago

Das glückliche Remis in Wolfsburg zeigt dem BVB, dass er sich keine Nachlässigkeiten leisten kann. Klopp ist ungewohnt wortkarg.

Wolfsburg - Der Warnschuss kam für Borussia Dortmund gerade noch zur rechten Zeit (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). .

"Es ist der beste Beleg, dass wir nicht nur 99, sondern 100 Prozent geben müssen", sagte Marco Reus, "auch in der Bundesliga."

Zwei Wochen vor dem Champions-League-Traumfinale gegen Bayern München zeigte sich der BVB zwar längst nicht in Finalform, mit seinem Doppelpack (84./88.) bewahrte der Nationalspieler seine Mannschaft aber immerhin noch vor einer Pleite.

Im Lager des entthronten deutschen Meisters sorgte das 3:3 (1:3) beim VfL Wolfsburg (Bericht) trotzdem nicht unbedingt für Kopfzerbrechen ( 717063 DIASHOW: Der 33. Spieltag ).

Wembley ist noch weit weg

"Ich spreche jetzt noch nicht über das, was in zwei Wochen sein wird. Dafür ist noch genug Zeit", sagte Marcel Schmelzer. Überhaupt schoben die BVB-Profis das mit Spannung erwartete deutsche Gipfeltreffen am 25. Mai im Londoner Wembleystadion ganz weit von sich weg.

"Es ist die richtige Warnung, dass wir in den nächsten Tagen weiter hart arbeiten müssen und den BVB-Fußball zeigen, den die Fans gewohnt sind", sagte Reus.

Während die Borussen in der Wolfsburger Arena nach Erklärungen für den vor allem in der ersten Halbzeit schwachen uns verunsicherten Auftritt suchten, flimmerten die Bilder der Bayern-Meisterfeier aus München über die Bildschirme.

Ex-Kollege trifft doppelt

"London ist jetzt gar kein Thema bei uns, es zählt erstmal nur die Bundesliga", äußerte Reus. Die Fragen in der Autostadt drehten sich trotzdem fast ausschließlich um das Endspiel.

Dass ausgerechnet der Ex-Dortmunder Ivan Perisic mit zwei Treffern die Vorfreude seiner früheren Teamkollegen auf den Auftritt in Wembley etwas schmälerte, blieb nicht unkommentiert.

"Eigentlich hat er die Karten jetzt nicht mehr verdient", sagte Torhüter Roman Weidenfeller mit einem Lächeln. Der ungewohnt wortkarge Trainer Jürgen Klopp hatte dem Kroaten die Tickets versprochen, schließlich war Perisic erst im Januar aus dem Pott nach Niedersachsen gewechselt.

Lieber zur Nationalelf

"Wenn ich frei habe, dann gehe ich. Das ist normal. Aber ich glaube, dass ich Vorbereitung mit der Nationalmannschaft habe", sagte Perisic, der die Dortmunder auch in der Kabine besuchte und viel Glück wünschte. "Borussia gewinnt das Finale, das ist mein Tipp", sagte Perisic.

Dass gegen die Bayern aber eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein wird, wusste nicht nur der Stürmer. "Wir waren insgesamt einfach zu passiv, sowohl bei eigenem, als auch bei gegnerischem Ballbesitz. Das wird dann eben bestraft", sagte Klopp.

Trotzdem versuchte der Meister der vergangenen beiden Jahre die positiven Dinge mit auf die Rückreise zu nehmen, negative Stimmung wolle man vor dem letzten Bundesligaspiel nicht zulassen.

"Positive Energie mitnehmen"

"Es war gut, dass wir wieder zurückgekommen sind", sagte Reus. Darauf müsse man aufbauen, "die positive Energie mitzunehmen, ist jetzt das Ziel".

Und die Wolfsburger? Der VfL ärgerte sich über den verpassten Coup.

Zu sehr hatte man in der ersten Halbzeit dominiert, den BVB vollkommen im Griff. Erst Perisic (14. /22.) und dann Naldo (26.) sorgten für das 3:1, nachdem Sven Bender (6.) für die Borussia getroffen hatte.

Trainer Dieter Hecking und Spielmacher Diego fanden die exakt gleichen Wort für das Resultat: "Das ist ärgerlich."

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