SPORT1-Experte Thomas Strunz wundert sich über die Beschwerden über den Meister. Beim Götze-Transfer sei nichts zu kritisieren.

Hallo Fußball-Freunde,

die Bayern feiern ausgelassen ihre 23. Meisterschaft. Der Architekt dieses Titels ist Jupp Heynckes. Es ist die große Kunst eines Trainers ist es, für den jeweiligen Spieler die richtige Ansage zu finden. Das hat Heynckes geschafft.

Das sieht man vor allem am Beispiel Arjen Robben. Er arbeitet jetzt nach hinten, das hätte er früher nicht gemacht. Das ist das große Werk von Jupp Heynckes in dieser Saison.

Ein ganz zentrales Element dieser Meister-Mannschaft ist Neuzugang Javi Martinez. Der erinnert mich an Sergio Busquets vom FC Barcelona. Er ist derjenige, der das Spiel ordnet und hat eine herausragende Saison gespielt. Das war der beste Transfer der Bayern.

Bei so viel Qualität im Kader fragt man sich, was die Bayern auch noch mit Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt wollen. Wo soll der spielen? Zudem muss Rode erst mal seine Leistungen bestätigen, bevor er einen Wechsel zu den Bayern anstrebt.

Im Tabellenkeller hat sich Bremen zum Klassenerhalt gerettet, über die Probleme bei Werder kann das aber nicht hinwegtäuschen. Die Zusammensetzung der Mannschaft hat nicht gepasst.

Thomas Schaaf will immer offensiv spielen, aber er hat nicht die individuelle Klasse in seinem Kader. Elia und Arnautovic konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Zudem kommt eine schwache Defensive dazu. Die letzten drei Jahre waren nicht so, wie man sich das vorgestellt hat.

Von daher wird natürlich auch der Trainer in Frage gestellt. Jetzt ist der Zeitpunkt da, um zu entscheiden, wo es in Zukunft hingeht.

Düsseldorf und Hoffenheim müssen weiter zittern, wobei die Hoffenheimer nach der Niederlage gegen den HSV kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt haben.

Vor dem Spiel gegen Hamburg war die Stimmung dank der guten Arbeit von Trainer Markus Gisdol in Ordnung. In der Partie hat man der Mannschaft aber angesehen, dass sie etwas zu verlieren hat. Mit dem Druck ist das Team nicht klar gekommen.

Sollte es tatsächlich runtergehen, ist Hoffenheim im nächsten Jahr der Topfavorit auf den Aufstieg. Das wird nur ein kurzes Intermezzo in der Zweiten Liga.

Dort hätte man auch die Fortuna wieder erwartet, aber nach der sehr guten Vorrunde schien sie schon aus dem Gröbsten raus. Jetzt läuft es nicht mehr so.

Das größte Problem der Düsseldorfer ist: sie können selbst nicht das Spiel gestalten. Sie haben keine funktionierende Offensive, haben meistens über Konter agiert.

Ich glaube sie schaffen es nur in die Relegation. Für diesen Verein ist das doch gut, wer hätte denn das vor der Saison gedacht?

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

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