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Markus Weinzierl übernahm den FC Augsburg im Sommer © getty

Augsburg, Hoffenheim und Düsseldorf zittern um den Klassenerhalt. FCA-Coach Weinzierl gibt sich bei SPORT1 zuversichtlich.

Von Reinhard Franke und Denis de Haas

München - Das Abstiegsgespenst treibt sein Unwesen im Tabellenkeller.

Drei Vereine zittern und bangen noch, sie erleben in den nächsten Tagen bis zum mit Spannung erwarteten Liga-Finale Nervenanspannung pur.

Fortuna Düsseldorf (15. Platz), der FC Augsburg (16.) und 1899 Hoffenheim (17.) kann es noch erwischen - entweder auf dem direktem Weg oder über die Relegation.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1 beleuchtet die Lage der drei Kellerkinder vor dem Showdown:

FC Augsburg (30 Punkte)

Ganz Augsburg hofft vor dem Saison-Finale zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth auf das erneute Wunder, die Vorzeichen sind klar.

Der FCA bleibt auf direktem Weg in der Liga, wenn man gegen das "Kleeblatt" gewinnt und Fortuna Düsseldorf keinen Sieg in Hannover landet. Sollten die Düsseldorfer jedoch ebenfalls gewinnen, sehen die Augsburger Chancen auf eine direkte Rettung eher schlecht aus, weil die Fortuna ein besseres Torverhältnis vorweisen kann.

Die Stimmung bei den Augsburgern ist trotz der schwierigen Ausgangslage absolut positiv, und der Glaube an ein weiteres Jahr in der Bundesliga lebt zu 100 Prozent.

"Für uns ist vor dem Spiel alles möglich - in alle drei Richtungen", sagt FCA-Coach Markus Weinzierl im Gespräch mit SPORT1: "Das ist für uns eine Drucksituation, aber positiver Druck, weil wir alles erreichen können."

Weinzierl spioniert in Regensburg

Weinzierl war allerdings am Sonntag zu Besuch beim Zweitliga-Spiel Regensburg gegen Kaiserslautern. Denkt er schon an die möglichen zwei Relegationsspiele gegen den FCK?

"Wir bereiten uns auf alle Eventualitäten vor, und da gehört so eine Beobachtung dazu", bekennt er.

[kaltura id="0_x29ph0pa" class="full_size" title="Abstiegsangst in D sseldorf"]

FCA-Abwehrspieler Paul Verhaegh sagt zu SPORT1, dass er "am liebsten am 23. Mai in Urlaub fahren" würde. Eben an diesem Tag steigt das erste Relegationsspiel.

1899 Hoffenheim (28 Punkte)

Bei den Kraichgauern herrscht vor dem Liga-Finale nicht unbedingt Hochstimmung, und das wissen Fans und Verantwortliche auch. Hoffenheim belegt den vorletzten Platz und braucht schon ein mittleres Fußballwunder, um noch die Rettung zu schaffen.

Den direkten Klassenerhalt kann die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nur bei einem Sieg bei Champions-League-Finalist Borussia Dortmund und gleichzeitigen Niederlagen von Augsburg und Düsseldorf schaffen.

Für zusätzliche Brisanz sorgen zudem die jüngsten Sticheleien von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, der sich zuletzt über die Daseinsberechtigung von Hoffenheim ausließ.

Spieler geben nicht auf

"Es ist noch möglich, jede Mannschaft kann man schlagen", glaubt Mittelfeldspieler Sejad Salihovic.

Und Kapitän Andreas Beck meint mit einem Hauch von Verzweiflung: "Wir müssen dran glauben. Wenn wir es nicht machen, macht es niemand."

Insgeheim aber gehen die Planungen spätestens seit dem 1:4-Genickschlag zu Hause gegen den Hamburger SV wohl schon in Richtung Zweite Liga.

Fortuna Düsseldorf (30 Punkte)

Eigentlich hat Fortuna Düsseldorf als Dritter im Bunde von allen drei Abstiegskandidaten die besten Karten. Eigentlich.

Ein Sieg bei Hannover 96 sollte den Rheinländern im Normalfall reichen, um die Rettung klarzumachen. Das Team von Trainer Norbert Meier ist punktgleich mit Augsburg, hat aber die bessere Tordifferenz.

Und dennoch ist es um die Stimmung bei der Fortuna nicht zum Besten bestellt. In den letzten Wochen sorgte die eine oder andere Trainingsrangelei für Schlagzeilen, nach der Niederlage gegen Nürnberg kamen auch noch Gerüchte um eine vorzeitige Trennung von Meier auf.

"Es gibt dazu nichts zu sagen, außer, dass wir uns konzentriert auf Hannover vorbereiten", sagt der erboste Fortuna-Manager Wolf Werner im Gespräch mit SPORT1.

Trainingslager vor Endspiel

Eine Entlassung des Trainers soll kein Thema sein.

Bei der Meier-Elf liegen die Nerven dennoch blank. Ab Mittwoch schließt sich die Mannschaft daher im Trainingslager in Marienfeld ein, um sich auf das Endspiel in Hannover vorzubereiten.

"Wir wissen, dass es schwer wird, aber wir werden alles tun, um dort zu punkten", sagt Werner: "Nach Nürnberg war die Mannschaft am Boden, aber das ist doch normal. Es gab schon viel größere Mannschaften als Fortuna Düsseldorf, die in den entscheidenden Momenten einen Knacks bekommen haben."

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