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Rudi Völler (l.) erzielte für Leverkusen 26 Tore in 62 Bundesligaspielen © getty

Bayer Leverkusen kann aufatmen. Rudi Völler hat die Gerüchte um einen möglichen Wechsel als Hoeneß-Nachfolger entkräftigt.

Düsseldorf - Wenigstens in Sachen Rudi Völler konnte Bayer Leverkusen ein Erfolgserlebnis feiern.

Der Sportchef der Werkself, der laut Medien-Spekulationen als Nachfolger von Manager Uli Hoeneß bei Fußball-Rekordmeister Bayern München gehandelt wird, gab nach dem 1:2 (1:1) in Düsseldorf gegen den Hamburger SV (Spielbericht) ein klares Bekenntnis zu Bayer ab:

"Ich kann mir nicht vorstellen, Leverkusen zu verlassen. Ich möchte noch viele Jahre mithelfen, hier etwas zu bewegen."

"Plausch" bei Ballacks Hochzeit

Es hat offenbar zwar ein loses Gespräch der Bayern mit dem 48-Jährigen - laut "kicker"-Informationen am Rande der Hochzeit von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack im Juli vergangenen Jahres gegeben - doch mehr ist seitdem auch nicht passiert.

Erst am vergangenen Samstag wurde das Thema medial aufbereitet.

Bayer will Völler behalten

Völler erklärte, er fühle sich zwar geehrt, doch mit Bayer Leverkusen "verhaftet": "Wir haben eine tolle, junge Mannschaft und einen jungen Trainer."

Völler, der auf der Zielgerade seiner Karriere bekanntlich auch für Bayer noch auf Torejagd ging, besitzt einen gültigen Vertrag bis 2010.

"Wir haben nicht vor, Rudi Völler gehen zu lassen", sagte Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser.

"Rudi Nazionale"

Von 1996 bis 2000 amtierte der 90-malige Nationalspieler Völler in Leverkusen bereits als Sportdirektor, wurde dann Teamchef der deutschen Nationalmannschaft und kehrte im Januar 2005 als Sportchef zum Champions-League-Finalisten von 2002 zurück.

"Rudi Nazionale" ist fraglos das "Gesicht" des UEFA-Cup-Siegers von 1988. Viele Transfer konnte der Klub unter anderem auch deshalb tätigen, weil der Weltmeister von 1990 mit am Verhandlungstisch saß.

Und so große Kompetenzen wie die, die ihm die Bayer Fußball-GmbH einräumt, dürfte er beim FC Bayern nicht erhalten.

Henriques Treffen mit Beguiristain

Unterdessen soll auch der brasilianische Abwehrspieler Henrique ein weiteres Jahr in Leverkusen bleiben.

Das berichten mehrere spanische Medien, nachdem sich am Sonntag die sportliche Leitung von Bayer am Rande Bundesligaspiels gegen den Hamburger SV (1:2) in Düsseldorf mit Txiki Beguiristain, dem Sportdirektor des FC Barcelona, getroffen hatte.

Henrique ist bis Ende der Saison an Bayer ausgeliehen. Barca verfügt in der kommenden Saison in Carles Puyol, Rafael Marquez, Martin Caceres und Gabriel Milito über vier Innenverteidiger. Der "kicker" spekuliert dagegen mit einem Tausch.

Demnach soll Henrique möglicherweise zurückbeordert und der Uruguayer Caceres, vor der Saison für 16,5 Millionen Euro vom FC Villarreal nach Barcelona gewechselt, in Leverkusen "geparkt" werden. Henrique konnte Beguiristain am Sonntag nicht beeindrucken. Der Brasilianer trug eine Mitschuld am ersten Hamburger Tor.

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