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Jens Lehmann wechselte vor dem Saisonstart von Arsenal London zum VfB Stuttgart © getty

Der Stuttgarter Keeper setzt sich gegen die Kritik von Hoffenheims Trainer zur Wehr und geht seinerseits in die Offensive.

Stuttgart - Jens Lehmann hat sich nach seinem Schuhwurf im Südderby gegen 1899 Hoffenheim gegen die Kritik von Ralf Rangnick gewehrt und dem Coach des Aufsteigers seinerseits Niveaulosigkeit vorgeworfen.

Er habe in 20 Jahren als Profi niemanden ernsthaft verletzt, müsse sich aber "zum wiederholten Male mit niveaulosen Äußerungen auseinandersetzen, nur weil die Leute denken, mit meinem Namen große Schlagzeilen machen zu können", sagte Lehmann der "Bild"-Zeitung.

Rangnick monierte nach dem 3:3 am vergangenen Samstag, dass sich Lehmann "hochgradig unsportlich" verhalten habe.

"Lehmann wollte wieder einmal lustig sein"

Der Torhüter hatte einen Schuh des Hoffenheimers Sejad Salihovic aufgehoben und hinter sich auf das Tornetz geworfen.

"Da wollte Lehmann wohl wieder einmal lustig sein", sagte Salihovic, Rangnick meinte: "So Mätzchen kann Lehmann mit seinen Mitspielern machen."

Die Äußerungen des Trainers "überraschen mich sehr", konterte Lehmann, "es ist traurig, dass er noch nicht einmal die Regeln zu kennen scheint und mich als unsportlich bezeichnet".

Keine Sanktionen seitens des Referees

Schiedsrichter Michael Kempter hätte "das Spiel unterbrechen und den Spieler vom Platz schicken müssen, damit er dort seinen Schuh wieder hätte anziehen können", sagte Lehmann.

Weil das nicht geschah, sei der Schuh "ein Hindernis" gewesen.

"Wenn Rangnick alles so genau beobachtet, wie er immer vorgibt, wüsste er, dass ich dies mit allen Dingen in und um meinen Strafraum herum tue."

Rangnick werfe ihm Unsportlichkeit vor, toleriere aber ein Foul von Salihovic an Arthur Boka, bei dem sich der Stuttgarter schwer verletzte."Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?", fragte Lehmann.

Zahlreiche Ausfälle von Lehmann

Der frühere Nationaltorwart war in den vergangenen Wochen indes seinerseits mehrfach negativ aufgefallen.

Am vergangenen Mittwoch riss er seinem Mitspieler Khalid Boulahrouz bei einem Wutausbruch während des UEFA-Cup-Spiels bei Zenit St. Petersburg das Stirnband vom Kopf und warf es hinter die Torauslinie.

In Hannover war er mit 96-Routinier Michael Tarnat aneinander geraten, und nach dem 1:5 im DFB-Pokal gegen Bayern München provozierte er mit seiner Kritik an Teamchef Markus Babbel und seinen Teamkollegen eine Geldstrafe.

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