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Martin Kind (l.) vertraut Dieter Hecking, erwartet aber nun Punkte © getty

Hannovers Coach steht auch nach der Niederlage in Mönchengladbach nicht zur Disposition. Ziege hat hohe Ziele. Die Bundesliga-Splitter.

Hannover - Trotz der bedrohlichen Talfahrt in der Bundesliga hat sich Klubchef Martin Kind von Hannover 96 nach der 2:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach zu Trainer Dieter Hecking bekannt.

"Es gibt keine Trainerdiskussion, ich vertraue Hecking", erklärte der mächtige Vorsitzende, "ich hoffe aber, dass Mannschaft und Trainer das Vertrauen gegen Bayer Leverkusen zurückzahlen."

Die Niedersachsen haben nach der neunten Niederlage im zehnten Auswärtsspiel nur noch drei Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16 und stecken damit mitten im Abstiegskampf.

In den nächsten Wochen warten zudem in Leverkusen, Bayern München, Dortmund, Hoffenheim, Berlin, Bremen und Hamburg schwierige Gegner auf die Roten. Wie lange Hecking allerdings noch das Vertrauen seines Vorgesetzten genießt, bleibt offen.

In der Winterpause hat sich 96 bereits von Sportchef Christian Hochstätter getrennt, der mitverantwortlich für die Kaderzusammenstellung war. "Ich bin mehr als unglücklich über die Situation", sagte Kind in der "Neuen Presse", "alle Ziele wurden verfehlt. Was da versprochen wurde, etwa die Mannschaft weiterzuentwickeln, ist nicht eingetreten."

Sport1.de hat weitere Bundesliga-Splitter zusammengefasst:

Ziege will "unbedingt Trainer werden"

Der ehemalige Nationalspieler Christian Ziege verfolgt nach seinem Rücktritt als Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach weiter hohe Ziele. "Ich weiß, was ich will: Trainer werden, unbedingt", sagte Ziege im Interview mit dem "kicker".

Neben einem Job in der Bundesliga träume er sogar davon, einmal ins Ausland zu gehen, "in eine der großen Ligen wie Spanien, England oder Italien". Das solle nicht überheblich klingen, er traue sich die Aufgabe aber zu, sagte Ziege.

Der Europameister von 1996 war Mitte Dezember vergangenen Jahres als Co-Trainer von Hans Meyer zurückgetreten, nachdem er zunächst die Posten des Sportdirektors und des Interimstrainers bekleidet hatte.

Als Vorgänger von Meyer hatte er zehn Tage lang die Mannschaft in verantwortlicher Position betreut. Diese Zeit bezeichnete Ziege als "die schönste, die ich je bei der Borussia hatte, so etwas wie die Initialzündung, wo ich meine Zukunft sehe".

Ziege erklärte, er habe den Co-Trainer-Job bei der Borussia aus privaten Gründen aufgegeben und bestritt Probleme mit Meyer: "Als Co-Trainer muss man sich zu 100 Prozent in dieser Rolle wiederfinden. Um ehrlich zu sein: Ich glaube nicht einmal, dass ich ein guter Co-Trainer war."

Ziege kündigte an, im Sommer seine Fußballllehrer-Lizenz erwerben zu wollen. Die Ausbildung in Köln hatte er abgebrochen, als er den Sportdirektorposten beim fünfmaligen deutschen Meister übernahm.

Hoffenheim-Torjäger Obasi vor Rückkehr

Bundesligist 1899 Hoffenheim hofft vor dem Punktspiel bei Borussia Dortmund am Samstag auf die Rückkehr des nigerianischen Angreifers Chinedu Obasi.

Der 22-Jährige, der momentan noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel laboriert, kann Mitte der Woche wieder ins Training einsteigen. Das ergab eine Untersuchnung in der Heidelberger St. Elisabeth Klinik.

Hertha-Keeper Burchert erleidet Gehirnerschütterung

Glück im Unglück hatte Schlussmann Sascha Burchert von Bundesligist Hertha BSC Berlin. Der 19 Jahre alte Ersatzkeeper zog sich im Training bei einem Zusammenstoß mit Stürmer Amine Chermiti nur eine leichte Gehirnerschütterung zu.

"Er muss jetzt zwei Tage Ruhe haben. Dann werden wir ihn noch einmal untersuchen", sagte Teamarzt Ulli Schleicher am Montag.

Der Nachwuchskeeper war bei dem unglücklichen Zusammenprall von Chermitis Fuß im Gesicht getroffen worden und erlitt neben der Gehirnerschütterung eine Platzwunde an der Lippe. Anschließend musste er per Krankenwagen in die Klinik gebracht werden.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Rückkehr von Stürmer Marko Pantelic. Der 30 Jahre alte Serbe klagt weiter über Kniebeschwerden.

"Es sieht wieder besser aus. Ob er gegen Mönchengladbach am Samstag dabei ist, können wir frühestens am Donnerstag sagen", meinte Schleicher. Auf keinen Fall am Samstag mitwirken kann Mittfeldspieler Gojko Kacar (Achillessehnenreizung).

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