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Marcell Jansen erzielte gegen Leverkusen seinen ersten Doppelpack in der Bundesliga © imago

Für den Hamburger SV ist die Tabellenführung nichts Außergewöhnliches. Gerade das ist ein Alarmsignal für die Titelkonkurrenten.

Von Martin van de Flierdt

München - Es ist die Selbstverständlichkeit, mit der Spieler und Verantwortliche des Hamburger SV mit der Situation umgehen, die der Konkurrenz Angst macht.

Mit einem am Ende souverän eingefahrenen 2:1-Erfolg bei Bayer Leverkusen (Mit Cleverness zum großen Wurf) hatten sich die Hanseaten am Sonntagabend an die Spitze der Bundesliga-Tabelle gesetzt. Und gaben sich anschließend so selbstbewusst, als hätten sie nichts anderes erwartet.

"Das ist eine schöne Momentaufnahme", sagte der zweifache Torschütze Marcell Jansen. "Das freut uns heute und morgen. Aber dann geht es ja auch schon weiter." Die Tabellenführung als Durchgangsstation, als logisches Resultat der geleisteten Arbeit. Kein Grund auszuflippen.

Da Trainer Martin Jol seine demonstrative Gelassenheit ganz offensichtlich auf seine Spieler übertragen hat, besteht für die Konkurrenz keine Veranlassung zu hoffen, der HSV könne aufgrund der neuen Ausgangslage nervös werden und Flüchtigkeitsfehler begehen.

"Das sieht alles sehr abgezockt und gut organisiert aus", lobte auch "Premiere"-Experte Stefan Effenberg. "Das war schon fast meisterlich." Auch Jansen hält seine Mannschaft für titeltauglich und sagt das auch so. Ganz nüchtern, ohne Pathos oder Übertreibung.

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So gut wie die Bayern"

"Wir haben die Kompaktheit, die man zur Meisterschaft benötigt", meint der ehemalige Münchner. "Hinten gut stehen, vorne gefährlich. Das ist das Mittel um Titel zu gewinnen. Da sind wir jetzt schon so gut wie die Bayern." Aktuell sogar besser.

Bei gerade einmal zwei Punkten Vorsprung auf die Verfolger Hoffenheim und Berlin behalten die Hamburger allerdings beide Beine auf dem Boden. "Nur von der Meisterschaft zu träumen, wird uns nichts bringen ? außer vielleicht einen besonders tiefen Fall."

Zielkorrektur kommt automatisch

Es gilt, genauso weiterzumachen wie bisher. "Wir haben noch 13 lange Spiele", sagt der in Düsseldorf letztmals gesperrte Mladen Petric. "Aber wenn wir noch ein paar Spieltage länger oben stehen, kommt automatisch der Punkt, an dem wir uns zusammensetzen und neue Ziele formulieren."

Eine selbstverständliche Entwicklung eben. Die Konkurrenz darf sich Sorgen machen.

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