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Im Sommer wechselte Jens Lehmann von Arsenal zum VfB © getty

Schuhwurf hin oder her: Manager Horst Heldt und Mario Gomez verteidigen Keeper Jens Lehmann. "Jens macht nie etwas Dreckiges."

München - Stuttgarts Manager Horst Heldt hat Torwart Jens Lehmann in der "Schuhwurf-Affäre" in Schutz genommen und Trainer Ralf Rangnick von 1899 Hoffenheim attackiert.

"Mir geht es auf den Keks, dass da an Jens etwas gesucht wird. Normal hätte nach den Regularien Salihovic mit Gelb-Rot vom Platz gehört", sagte Heldt.

Und er legte in Richtung Rangnick nach: "Wenn man von unsportlichem Verhalten spricht, halte ich das für einen Witz, wenn ich das Verhalten der Hoffenheimer Bank während des Spiels sehe."ad

Der ehemalige Nationaltorwart Lehmann hatte im Derby gegen Hoffenheim am Samstag (3:3) den Schuh von Sejad Salihovic aufs Tornetz geworfen, nachdem der Hoffenheimer diesen an der Strafraumgrenze in einem Zweikampf kurz vor Spielende verloren hatte.

Lehmann soll in Stuttgart bleiben

Rangnick hatte daraufhin die "Mätzchen" von Lehmann kritisiert.

Zugleich bekundete Heldt erneut den Willen des Vereins, mit dem 39 Jahre alten Keeper zu verlängern.

"Lehmann tut uns und der Liga gut", sagte der VfB-Manager.

Er glaube allerdings nicht an eine kurzfristige Entscheidung. "Wir sind da ganz entspannt. Wir wollen mit ihm verlängern und hatten ein gutes Gespräch mit Jens", sagte Heldt.

Die Einschränkung: "Er muss aber eine grundsätzliche Entscheidung für sich selbst treffen. Wir sind auch mit Alexander Stolz über eine Vertragsverlängerung im Gespräch."

Der Kontrakt von Ersatzkeeper Stolz läuft ebenfalls am Saisonende aus.

"Jens macht nie etwas Dreckiges"

Derweil hat Lehmann nach seinem Schuhwurf auch aus der Mannschaft Unterstützung erhalten.

"Es ist sein gutes Recht so etwas zu tun, wenn er es für richtig hält. Er muss dann halt mit den Konsequenzen leben, aber er hat ein breites Kreuz", sagte Stürmer Mario Gomez der "Bild".

Und: "Jens macht nie etwas Dreckiges, tut nie etwas verdeckt, sondern immer für alle erkennbar. Einige attackieren ihn für solche Aktionen, andere lieben ihn."

Um Nationalstürmer Gomez selbst gibt es weiter Transfergerüchte.

"Es werden wieder Angebote kommmen", sagte Heldt. Der auch nicht ausschließen mochte, dass Gomez schon vorm Vertragsende 2012 Stuttgart verlassen könnte. Bayern München und andere internationale Top-Klubs haben immer wieder ihr Interesse an Gomez öffentlich bekundet.

Magnin angeschlagen

Indes laufen auch die Planungen der Schwaben vorm Rückspiel der UEFA-Cup-Zwischenrunde gegen Titelverteidiger Zenit St. Peterburg am Donnerstag (20.15 Uhr LIVE). Der Einsatz von Ludovic Magnin ist dabei akut gefährdet.

Der Schweizer laboriert an einer schweren Erkältung.

Als erster Ersatzkandidat für die Position des Linksverteidigers gilt Christian Träsch.

Zudem ließ Teamchef Markus Babbel am Dienstag bereits Sebastian Enderle von der Reserve aus der Dritten Liga mittrainieren.

Definitiv ausfallen werden Matthieu Delpierre (Außenbandanriss im rechten Sprunggelenk), Yildiray Bastürk (Wadenzerrung) und Arthur Boka, der sich am Samstag beim 3:3 gegen 1899 Hoffenheim einen Teilabriss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen hatte.

Timo Gebhart und Sebastian Rudy befinden sich im Aufbautraining. Im Hinspiel hatte der VfB 1:2 in St. Petersburg verloren.

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