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Jerime Boateng (l.) und Albert Streit geraten aneinander. Trainer Martion Jol will schlichten © imago

Trainings-Schlägerei beim HSV, Frankfurt droht eine deftige Geldstrafe, bei Schalke melden sich zwei Routiniers zurück.

München - Abwehrspieler Jerome Boateng vom Hamburger SV ist nach einer Tätlichkeit im Training gegen seinen Teamkollegen Albert Streit zu einer Geldstrafe verdonnert worden.

"Er wird ein bisschen was in die Mannschaftskasse zahlen müssen", sagte dazu HSV-Trainer Martin Jol gegenüber der "Bild".

Der Niederländer schickte den 20-Jährigen nach dem Schlag in Streits Gesicht umgehend in die Kabine.

Boateng und Streit waren am Dienstagvormittag aneinander geraten.

Die Hamburger nahmen mit dieser Übungseinheit ihre Vorbereitungen auf das UEFA-Pokalspiel am Donnerstag (ab 18 Uhr LIVE ) gegen den NEC Nijmegen (Hinspiel 3:0 für den HSV) auf.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus der Bundesliga zusammengefasst.

Frankfurt will gegen "Saboteure" vorgehen

Eintracht Frankfurt droht nach den Krawallen beim Karlsruher SC am vergangenen Samstag offenbar eine Strafe von bis zu 60.000 Euro.

Vorstandschef Heribert Bruchhagen kündigte deshalb bereits eine harte Vorgehensweise gegen die "Saboteure von Eintracht Frankfurt" an.

Bei einer Sitzung des Vorstands am Dienstag waren die Chaoten nach Angaben von Bruchhagen "unser Tagesordnungspunkt Nummer eins."

"So geht es nicht weiter"

"Jeder Euro dafür ist ärgerlich", sagte Bruchhagen mit Blick auf die durch den Deutschen Fußball-Bund drohende drakonische Strafe und fügte hinzu: "So geht es jedenfalls nicht weiter. Wir werden sicher hart bestraft. Das muss auch mal ein Ende haben. Wir sind nicht mehr bereit, uns von bestimmten Kräften tyrannisieren zu lassen."

In Gesprächen mit den Vertretern der Fan-Klubs und den Fansprechern der Eintracht will Bruchhagen vor allem an die vernünftigen Anhänger appellieren, damit die gewaltbereiten Chaoten künftig ausgegrenzt werden.

Maßnahmenkatalog erstellt

Am Dienstag gab die Eintracht in einer Pressemitteilung bekannt, kurzfristig verschiedene Maßnahmen bei der zukünftigen Abwicklung von Auswärtsspielen zu ergreifen, "um die Gefahr ähnlicher Auswüchse eindämmen zu können".

So werden Eintrittskarten zu Auswärtsspielen mit sofortiger Wirkung nur personalisiert abgegeben. Die Mitnahme von Fanutensilien wie Bannern und Großfahnen zu Auswärtsspielen ist aufgrund wiederholten Missbrauchs ebenfalls bis auf weiteres nicht mehr gestattet.

Zudem entschuldigte sich der Eintracht-Vorstand ausdrücklich beim KSC für das inakzeptable Verhalten der Anhänger. Der Vorstand der Frankfurter stellte insbesondere klar, dass der Karlsruher SC und sein Ordnungsdienst keine Verantwortung für die Ausschreitungen tragen.

Nach Beobachtungen aller beteiligten Sicherheitsträger und auch der Vertreter der Fanbetreuung wurden rund um das Karlsruher Wildparkstadion intensive Kontrollen durchgeführt, die das Maximum an verhältnismäßigem Aufwand und zumutbarer Sorgfalt für einen Veranstalter klar erreicht hatten.

Mehrere Festnahmen

Der DFB untersucht derzeit die Vorfälle, die sich am Samstag beim 1:0-Erfolg der Hessen in Karlsruhe rund um den Frankfurter Fan-Block zugetragen und zu Beginn der zweiten Halbzeit fast zu einem Spielabbruch geführt hatten.

Dabei wurden im Fanblock der Gäste Feuerwerkskörper gezündet, die in der Nähe des KSC-Torwarts Markus Miller landeten. Schiedsrichter Michael Weiner führte daraufhin die Spieler wieder vom Feld und pfiff den zweiten Durchgang erst mit fünf Minuten Verzögerung an.

Nach Angaben der Polizei konnten bereits nach Spielende "einige der Störer identifiziert und teilweise auch festgenommen werden". Weitere Ermittlungen wurden eingeleitet.

Den identifizierten Randalierern droht neben der Anzeige wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz auch ein bundesweit geltendes Stadionverbot.

Bordon und Krstajic zurück im Schalke-Kader

Schalke 04 kann am kommenden Samstag in Frankfurt wieder mit seinen Abwehr-Routiniers Marcelo Bordon und Mladen Krstajic planen. Der Brasilianer und der Serbe sind am Dienstag ins Mannschaftstraining der Königsblauen eingestiegen.

Bordon hatte wegen eines Mittelhandbruchs die letzten beiden Revierderbys beim VfL Bochum (1:2) und gegen Borussia Dortmund (1:1) verpasst.

Krstajic musste gegen Dortmund bereits in der zehnten Minute aufgrund einer 30 Zentimeter langen Schnittwunde ausgewechselt werden.

"Bei beiden sieht es gut aus", sagte Schalkes Trainer Fred Rutten. Bordon muss zum Schutz seiner linken Hand eine Manschette oder einen festen Tapeverband tragen.

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