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Sejad Salihovic erzielte in dieser Saison fünf Treffer für Hoffenheim © imago

Sejad Salihovic kontert die Angriffe von Stuttgarts Mario Gomez. Zum Thema Doping-Affäre hält sich Hoffenheim bedeckt.

München - Das verbale Nachspiel des Baden-Württemberg-Derbys setzt sich fort.

Nun hat Hoffenheims Mittelfeldspieler Sejad Salihovic die jüngsten Anfeindungen von VfB-Angreifer Mario Gomez scharf gekontert.

"Gomez soll weiter seine Tore machen und die Klappe halten. Da ist viel Neid dabei", kommentierte Salihovic die Aussagen des Stürmers.

Gomez hatte nach dem 3:3 zwischen Stuttgart und Hoffenheim erklärt, dass ihm einige Hoffenheimer Profis "auf die Eier gegangen sind". (Doping-Anzeige und Schuhwurf)

Rangnick wehrt alle Fragen ab

Dagegen halten sich die Hoffenheimer in der Thema Doping-Affäre um Andreas Ibertsberger und Christoph Janker weiter bedeckt.

"Es macht keinen Sinn, dass sie Fragen durch die Hintertür stellen", antwortete Ralf Rangnick auf Fragen zu dem Thema.

Die Hoffenheimer stellten nur noch einmal klar, dass sie die vom DFB geforderten schriftlichen Stellungnahmen der beiden Profis und des Trainers abgegeben haben.

Termin mit Kontrollausschuss noch unklar

Rangnick erklärte lediglich noch, dass er nicht wisse, wann es zu den persönlichen Gesprächen der drei Betroffenen mit dem Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, Anton Nachreiner, kommen wird. (Rangnick: Doping-Verstöße an der Tagesordnung)

Auch der DFB hatte zuletzt betont, dass der Verband bis zum Abschluss der Ermittlungen durch den Kontrollausschuss keine weiteren Kommentare abgeben möchte.

Die beiden Spieler hatten bei den Doping-Kontrollen nach dem Bundesliga-Spiel am 7. Februar 2009 bei Borussia Mönchengladbach (1:1) gegen die Richtlinien verstoßen, weil sie mit zehnminütiger Verspätung zur Kontrolle erschienen waren.

Ibertsberger und Janker weiter im Kader

Das Duo Ibertsberger/Janker bleibt darüber hinaus weiter im Kader des Tabellenzweiten. "Solange sie spielberechtigt sind, und das sind sie, werden sie im Kader stehen", erklärte Rangnick mit Blick auf das Punktspiel bei Borussia Dortmund am Samstag (ab 15 Uhr LIVE ).

Unterstützung bekamen die Hoffenheimer auch von Seiten des kommenden Gegners. "Ich hoffe, dass die beiden Jungs nicht gesperrt werden für einen Fehler, den nicht sie begangen haben", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, der die verspätet angetretene Doping-Kontrolle nicht den Spielern anlasten will:

"Ich kann jeden Spieler von mir von einer Dopingprobe abhalten, wenn ich sage, ich mache eine Sitzung. Schon weil sie meine Sanktionen mehr fürchten als die der anderen."

Stimmung intakt

Trotz des Wirbels der vergangenen Tagen hat die Stimmung innerhalb der Hoffenheimer Mannschaft laut Rangnick nicht gelitten.

"Die Stimmung war sehr konzentriert und gut. Die Spieler haben sich am Dienstag zu einem Bowlingabend getroffen und dann Champions League geschaut. Auch Andreas und Christoph haben eine gute Trainingswoche hinter sich", meinte der Coach:

"Die Arbeit mit der Mannschaft wurde auch zeitlich nicht beeinträchtigt."

Einsatz von Hildebrand und Obasi fraglich

Sorgen muss sich Rangnick allerdings um Torhüter Timo Hildebrand und Stürmer Chinedu Obasi. Der Einsatz steht derzeit auf der Kippe.

Hildebrand kämpft mit muskulären Problemen im Oberschenkel, Obasi ist nach einem Muskelfaserris noch immer nicht fit.

Ein Ausfall der beiden Spieler fiele ebenso ins Gewicht wie die mangelnde Unterstützung durch die Fans beim Auswärtsauftritt in Dortmund. Der Herbstmeister gab vor dem Duell mit dem Schwarz-Gelben 3.000 Karten aus seinem Ticketkontingent zurück.

So erwartet die Borussia "nur" 78.000 Zuschauer im Signal-Iduna-Park. Ursprünglich war das Stadion schon als ausverkauft vermeldet worden.

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