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Marko Marin (l., mit Hans Meyer) hat in dieser Saison acht Scorerpunkte gesammelt © getty

Gladbach braucht einen Auswärtsdreier, um im Abstiegskampf einen Schritt nach vorne zu machen. Berlin will eine Serie ausbauen.

Von Jessica Pulter

München - Mit Hertha BSC hat es schon einmal geklappt, mit dem 1. FC Nürnberg ebenfalls, derzeit soll Trainer Hans Meyer Borussia Mönchengladbach zum Klassenerhalt führen.

Zuletzt holten die Borussen auch fünf Punkte aus drei Spielen, trotzdem muss ein Auswärtssieg gegen Meyers Ex-Verein aus Berlin her (Sa., ab 15 Uhr LIVE), denn die Ausgangslage hat sich seit Amtsantritt des Trainers im Oktober nicht verbessert.

"Ich kenne vom Stamm nur noch Friedrich, Simunic und Dardai", meint Meyer über seinen Bezug zur Hertha. Sentimentalitäten werden sich bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte daher in Grenzen halten, zumindest seinerseits.

"Ich pflege immer noch regen Kontakt mit Berlin, denn meine Cousine lebt dort", meint er aber immerhin. "Wenn sie Geburtstag hat, dann rufe ich an, wenn ich Geburtstag habe, dann ruft sie an, wenn sie es nicht vergisst."

Die Gastgeber werden Meyer zwar herzlich empfangen, doch sinnen sie nach der bitteren Niederlage gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende auf Wiedergutmachung.

Starke Heimserie der Hertha

"Wenn wir gegen Gladbach nicht gewinnen, ist auch unser Sieg gegen die Bayern nichts mehr wert", erklärte Hertha-Keeper Jaroslav Drobny in der "Berliner Morgenpost".

Gegen die Münchner gelang den Berlinern der jüngste von mittlerweile acht Heimsiegen in Folge. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Beim Gastspiel der Gladbacher soll nun Heimerfolg Nummer neun her. "Schon ein Unentschieden wäre eine gefühlte Niederlage", sagte Andrej Voronin.

Einsatz von Voronin ist fraglich

Voronin wird den Hauptstädtern bei diesem Vorhaben aber wohl ebenso fehlen wie Sturmkollege Marko Pantelic.

Der Ukrainer klagt über eine Verhärtung im Oberschenkel, Pantelic ist nach seiner Verletzungspause immer noch nicht fit.

Kein gutes Omen, denn schnelle und treffsichere Stürmer könnte Hertha durchaus brauchen falls Gladbach die Taktik der letzten Auswärtsspiele aufrecht erhält.

Sichtbarer Erfolg fehlt

Die Borussia agierte dort sehr defensiv, aber nicht ohne Erfolg. Gegen Werder Bremen sprang vor zwei Wochen ein 1:1-Unentschieden heraus, zudem haben die "Fohlen" seit drei Partien nicht mehr verloren.

Trotzdem hat die Mannschaft keinen klaren Schritt nach vorne gemacht, nach einem kleinen Zwischenhoch steht Gladbach wieder nur auf dem 18. Tabellenplatz. Platz 15 ist nicht mehr wie bei Meyers Amtsantritt zwei, sondern derzeit drei Punkte entfernt.

Gladbach ohne Galasek?

Hinzu kommen gegen Berlin Personalsorgen, denn Tomas Galasek, der erst in der Winterpause kam und seitdem der Hintermannschaft etwas mehr Stabilität gab, plagt ein grippaler Infekt. Für ihn könnte Patrick Paauwe wieder ins Team rücken.

Meyer macht sich aber auch Gedanken über die Offensive, denn für drei Punkte muss mindestens ein Tor her, und Sturmdrang seiner Mannen vermisst der Coach in der Fremde.

"Entweder trauen wir uns nicht richtig was zu. Oder es ist eine Frage der Klasse", rätselt Meyer, der zuletzt gegen Hannover gleich drei Heimtore bejubeln durfte.

Schlechtes Omen für Berlin?

Gegen die Hertha wird es darauf ankommen, das Mittelmaß zu finden und den Berlinern keine leichte Konterchance zu lassen.

Zudem spricht für die Gladbacher noch eine weitere Bilanz, denn die letzte Heimniederlage der Hertha kassierte diese ausgerechnet gegen eine defensiv eingestellte Mannschaft aus dem Tabellenkeller - Energie Cottbus.

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