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Im Hinspiel siegte Hoffenheim mit Obasi (r.) gegen den BVB und Subotic 4:1 © getty

Der von der Doping-Affäre gebeutelte Herbstmeister tritt in Dortmund an. Schalke will in Frankfurt den Befreiungsschlag nachholen.

München - Hoffenheim und Hertha nehmen in der Bundesliga die Tabellenspitze ins Visier.

Am Samstag (15 Uhr LIVE) könnten der von der Doping-Affäre gebeutelte Herbstmeister 1899 (bei Borussia Dortmund) und Berlin (gegen Borussia Mönchengladbach) mit einem Sieg zumindest für eine Nacht wieder die Führung im Tableau übernehmen.

Bei Hoffenheim droht die ungeklärte Affäre um verspätet abgegebene Dopingproben das Sportliche in den Hintergrund zu rücken (Salihovic attackiert Gomez).

Trainer Ralf Rangnick verweigerte jeden Kommentar dazu.

Nur so viel sagte er: Die betroffenen Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker stehen gegen Dortmund im Kader.

Hertha will Heimserie ausbauen

Hertha will unterdessen gegen Mönchengladbach seine Heimserie von zuletzt acht Siegen ausbauen und sich in der Spitzengruppe behaupten (DATENCENTER: Der 22. Spieltag).

Doch die Berliner sind gewarnt: Von den letzten drei Heimspielen gegen einen Tabellenletzten gewannen sie keines.

Schalke und Hannover unter Druck

Am Samstag will Schalke 04 bei Eintracht Frankfurt den im Derby gegen Dortmund verpassten Befreiungsschlag nachholen (Bordon droht Saison-Aus).

Die Hessen ihrerseits wurden am Freitag vom DFB aufgrund der Fan-Krawalle am Rande der Partie beim Karlsruher SC (1:0) am vergangenen Samstag mit einer Geldstrafe von 40.000 Euro belegt (Rekordstrafe für Frankfurt) .

Einen Befreiungsschlag erhofft sich auch Hannover 96 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, um dem unter Druck geratenen Trainer Dieter Hecking Luft zu verschaffen.

Laut Klubchef Martin Kind wird Hecking aber selbst bei einer Niederlage noch nicht entlassen. Zudem treffen im Kellerduell die abstiegsgefährdeten Klubs VfL Bochum und Energie Cottbus aufeinander.

Gipfeltreffen am Sonntag

Nach ihren rauschenden Europapokal-Auftritten wollen am Sonntag Werder Bremen und Bayern München auch in der Bundesliga den Weg aus der Misere finden, doch für mindestens einen der beiden geht die Talfahrt weiter.

Das direkte Duell der Krisen-Klubs ist der Höhepunkt des Super-Sonntags (16.30 Uhr LIVE), an dem der Hamburger SV gegen den VfL Wolfsburg seine Tabellenführung behaupten will und in Karlsruhe ein hitziges Südwest-Derby steigt.

Klinsmann: "Haben Nachholbedarf"

Sehnsüchtig schielt Meister Bayern auf den ersten Platz - trotz drei Niederlagen aus den vergangenen vier Liga-Spielen. "Wir haben in der Bundesliga Nachholbedarf. Wir müssen nachlegen, um an die Spitze heranzukommen", sagte Trainer Jürgen Klinsmann, der sich nach dem 5:0-Kantersieg in der Champions League bei Sporting Lissabon vorerst Luft verschafft hat.

Bei einer weiteren Niederlage droht dem ehemaligen Bundestrainer jedoch heftiger Gegenwind. Franz Beckenbauer fürchtet bereits das Horrorszenario. "Der UEFA-Cup winkt wieder. Da müssen wir aufpassen", meinte der "Kaiser", einst Taufpate für den "Cup der Verlierer".

Bremen mit breiter Brust

Für die in der Rückrunde noch sieglosen Bremer hatte der UEFA-Cup heilende Wirkung. Nach dem "Wunder von Mailand" und dem Einzug ins Achtelfinale ist die Brust der Hanseaten wieder angeschwollen.

"Wir haben immer geklagt, dass uns ein Erfolgserlebnis fehlt - jetzt haben wir eins. Daraus müssen wir unsere Stärke ziehen", forderte Manager Klaus Allofs.

"Wölfe" fordern Hamburg

Der Hamburger SV hat im Schongang international die nächste Runde erreicht und trifft in der Liga auf den ausgeschiedenen VfL Wolfsburg.

"Wir haben nicht einfach so einen Höhenflug. Das ist das Ergebnis harter Arbeit", erklärte Hamburgs Nationalspieler Marcell Jansen.

Okubo spricht vom Titel

Doch den VfL, mit zehn Punkten bestes Rückrundenteam, scheint das Aus im UEFA-Cup gegen Paris St. Germain nicht geschockt zu haben. Der Japaner Yoshito Okubo überraschte mit einer vollmundigen Kampfansage: "Wenn wir beim HSV gewinnen, rückt der Titel in Sichtweite." ("Wölfe" verbieten sich das Trauern)

Emotional geht es beim Südwest-Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart zu. "Uns erwartet ein Hexenkessel", sagte VfB-Manager Horst Heldt nach Stuttgarts Aus im UEFA-Cup gegen Titelverteidiger Zenit St. Petersburg.

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