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Mario Gomez wechselte 2009 vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München © getty

Die Hängepartie um Gomez geht weiter. Sein Berater Ferber dementiert bei SPORT1 Gerüchte über eine Einigung mit Florenz.

Von Reinhard Franke, Mathias Frohnapfel und Jan Reinold

München - Uli Ferber machte am Mittwochvormittag einen sehr entspannten Eindruck, zumindest war am Telefon nichts vom Transfertheater um Mario Gomez zu spüren.

"Er", sagte Berater Ferber SPORT1 über seinen Klienten Gomez, "ist sich mit keinem Verein einig und wird heute und in den nächsten Tagen ganz normal in München mittrainieren."

Also doch kein Wechsel des Nationalspielers vom FC Bayern zum AC Florenz, wie diverse Medien berichten?

"Spekulationen" seien das, betont Ferber, zumindest "momentan".

Umzugskartons gepackt?

Ausschließen kann man also nicht, dass Gomez in naher oder fernerer Zukunft doch in die Toskana geht.

Am heutigen Mittwochnachmittag aber wird er erst einmal an der ersten Trainingseinheit unter Pep Guardiola in der Allianz-Arena teilnehmen (Trainingsauftakt ab 16.45 Uhr LIVE im TV und im LIVESTREAM auf SPORT1.de). Wie es dann weitergeht, wird man sehen.( 739147 DIASHOW: Peps Präsentation in Bildern )

Angeblich soll sich der 27-Jährige, der bei den Bayern noch bis 2016 unter Vertrag steht, mit Florenz auf einen Vertrag geeinigt haben und sogar schon seinen Umzug vorbereiten.

Allerdings halten die Fiorentiner auch Ausschau nach Alternativen.

Florenz schaut sich nach Alternativen um

Nach Informationen von "Radio Monte Carlo" soll sich Viola-Trainer Vincenzo Montella mit Lyons Stürmer Bafetimbi Gomis getroffen haben. Der 27-Jährige wäre deutlich günstiger als Gomez zu haben. Florenz ist angeblich bereit, für den französischen Nationalspieler eine Ablöse von zehn Millionen Euro zu zahlen.

Für Gomez sollen die Bayern hingegen das Doppelte aufgerufen haben, Florenz soll ein mündliches Angebot über 15 Millionen Euro abgegeben haben.

Offizielle Angebote aber seien beim FC Bayern noch nicht eingegangen, "auch nicht aus Italien", hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montag bei der Guardiola-Vorstellung (Bericht) gesagt.

Europa League statt Königsklasse

Das kann sich ja inzwischen geändert haben. Sollte es tatsächlich zum Wechsel in die Renaissance-Stadt kommen, käme das einer "Flucht" gleich, wie die "Frankfurter Rundschau" urteilte.

Die Fiorentina, bei der auch Ex-Nationalspieler Marvin Compper spielt, zählt nicht unbedingt zur europäischen Spitzenklasse und wurde in der abgelaufenen Saison Vierter der Seria A.

Das garantiert immerhin einen Platz in der Europa League, aber der Nachfolge-Wettbewerb des früheren "Verlierer Cups" (Franz Beckenbauer) steht im Schatten der Champions League, der Königsklasse, die Gomez ja erst kürzlich als Ersatzspieler mit dem FC Bayern gewonnen hat.

Gemessen an der beeindruckenden Torquote des "Torero" ist es schwer vorstellbar, dass der Nationalspieler künftig am Arno aufläuft. Ein Wechsel vom Triple-Sieger aus München nach Florenz erscheint fast wie ein Rückschritt.

FCB: Gomez kann gehen

Möglicherweise ist das Interesse des Stürmers an der Fiorentina einfach nur Teil des sommerlichen Transferpokers.

Sicher scheint nur Gomez' Abschied vom FC Bayern zu sein.

Die Vereinsbosse sollen dem Nationalspieler, der seinen Stammplatz beim Rekordmeister nach seiner Sprunggelenksoperation im letzten Jahr an Mario Mandzukic verloren hatte, schon im Mai zu verstehen gegeben, dass er sich einen neuen Verein suchen kann.

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