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Mit einer überragenden Leistung führte Franck Ribery (r.) Bayern zum 5:0-Sieg gegen Lissabon © getty

Auch "König Franck" steckte in einem Tief. Dreifachdeckung und Wechselgerüchte haben ihn zermürbt, wie er jetzt verrät.

Über den FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Er war es, der die Bayern wachküsste.

Gegen Sporting Lissabon (Spielbericht) fasste sich Franck Ribery in der 42. Minute ein Herz.

Beherzt signalisierte er Luca Toni "Weg da!". Der Franzose schnappte sich den Ball, schüttelte zwei Gegenspieler ab und schoss zum 1:0 ein, um danach zum Tanz zu Kumpel Daniel van Buyten auf der Bank zu sprinten.

Der extravagante Jubel war ein Zeichen der Solidarität an van Buyten.

"Er war auch enttäuscht, dass ich nicht gespielt habe. Es sollte ein Jubel sein, der zeigt, dass ich dennoch zur Mannschaft gehöre", erklärte van Buyten.

Unterstützung für van Buyten

Am Freitag setzte sich Ribery dann nochmals für den Belgier ein. "Daniel ist ein sehr guter Abwehrspieler und genauso gut wie Lucio oder Martin Demichelis. Momentan ist er in einer schwierigen Situation, aber ich hoffe, dass er seine Möglichkeiten demnächst wieder bekommt."

Riberys Treffer gegen Lissabon war enorm wichtig, bis dahin stand das Spiel, was bekanntlich mit 5:0 für die Münchner endete, auf der Kippe.

"Dieses Tor hat mir den Spaß zurückgebracht", hatte Ribery danach bemerkt.

Leistungsloch gegen Köln und Berlin

Wie für die ganze Mannschaft war auch der höchste Sieg des FC Bayern in der Champions League überhaupt, ein Befreiungsschlag. "Wir haben viele Tore geschossen, es hat alles super funktioniert", schwärmt Ribery.

Zuvor steckte jedoch auch das Mittelfeld-Genie in einem kleinen Leistungsloch. "Die Spiele gegen Köln und Berlin waren sehr schwer", gibt er zu:

"Es war sehr anstrengend für mich, weil ich so viele Gegenspieler hatte. Am extremsten war das gegen Köln. Da waren ständig zwei, drei Leute bei mir", stöhnt Ribery.

Ribery von Gerüchten genervt

Auch die ständigen Gerüchte um einen möglichen vorzeitigen Abschied aus München nerven ihn.

Mit seinen Top-Leistungen hat er sich längst auf die Notizzettel sämtlicher europäischer Spitzenklubs gespielt. Jüngst hieß es, er sei sich mit dem FC Barcelona über einen Wechsel einig.

"Diese ganzen Gerüchte stören mich schon seit einigen Wochen. Daran ist nichts wahr und sie nehmen mir ein großes Stück meiner Energie. Ich will einfach Fußball spielen, Spaß haben, Tore schießen. Hier und jetzt beim FC Bayern", stellt Ribery klar.

Bremen-Spiele "immer etwas besonderes"

Sein Vertrag bei den Bayern läuft noch bis ins Jahr 2011, Ribery lebt für den speziellen Moment.

Aktuell hofft er, dass sich der Rekordmeister, momentan Tabellenvierter, auch in der Liga weiter festigt und im Nord-Süd-Schlager bei Werder Bremen (So., ab 16.30 Uhr LIVE) nach zuletzt zwei Pleiten in Folge wieder drei Punkte einfährt.

"Spiele gegen Bremen sind immer etwas Besonderes. Das Hinspiel haben wir leider verloren, deswegen wollen wir jetzt umso mehr gewinnen. Entscheidend ist, dass wir da drei Punkte holen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren."

Chancenverwertung Grund für die Krise

Dass die Bayern erst in die Verfolger-Rolle gerutscht sind, hat für Ribery vor allem einen Grund.

"Letztes Jahr haben wir fünf Chancen gehabt und drei Tore gemacht. In dieser Saison erspielen wir uns mehr, treffen aber nicht", sagt er.

Dennoch sei er zuversichtlich, dass sich jetzt die Situation wieder umkehrt.

Auch Ribery für neue Taktik

Dabei spricht sich aber auch der Offensiv-Wirbelwind für die neue Defensiv-Taktik aus. "Es ist wichtig, dass wir kompakt stehen. Das hat das Lissabon-Spiel gezeigt, wir haben alle sehr gut verteidigt - und das hat sehr gut funktioniert."(Bayerns neue Super-Formel)

Bremen, das mit dem Schwung aus Mailand in die Partie geht, sollte gewarnt sein.

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