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Petit (2.vl.) köpft das einzige Kölner Tor des Abends © imago

Nach dem Auswärtscoup in München und dem Karneval kommt der FC gegen Bielefeld nicht über ein Remis hinaus. Zwei Verletzungen schmerzen.

Köln - Die Stars verletzt, die Euphorie verflogen - beim 1. FC Köln ist eine Woche nach der Sternstunde von München Ernüchterung eingekehrt.

Christoph Daum mahnte sogleich zur Bescheidenheit.

"Wir müssen bereit sein, auch kleinere Brötchen zu backen. Wir müssen Geduld haben und realistisch bleiben. Wir müssen wissen, wo wir herkommen und nach der Eichhörnchen-Taktik Pünktchen für Pünktchen sammeln", forderte der Erfolgstrainer nach dem enttäuschenden 1:1 (1:1) gegen den Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld in aller Nüchternheit.

In der Tat sind Träumereien - im schier grenzenlosen Kölner Optimismus wurde nach dem 2:1-Sieg bei den Bayern schon nach oben geschielt - in der Domstadt nicht angebracht.

Sorgen um den Klassenverbleib muss sich der dreimalige Meister aber gewiss nicht machen. Dafür sind 29 Punkte ein zu beruhigendes Polster. Eines wurde aber gegen Bielefeld deutlich: Fallen die Stars aus, bekommt der FC Probleme.

Novakovic und Petit verletzt

Gegen die Arminia musste Torjäger Milivoje Novakovic (12 Saisontore) wegen Adduktorenproblemen zur Pause in der Kabine bleiben. In der zweiten Halbzeit verließ auch der portugiesische EM-Teilnehmer Petit, der den Führungstreffer markiert hatte (14.), wegen einer Muskelverletzung den Platz. (Punkte und Novakovic verloren)

"Diese Spieler haben entsprechende Qualitäten und machen den Unterschied aus. Die anderen Spieler müssen erst in diese Rolle hineinwachsen. Wir sind mit unserem Kader nicht in der Lage, jede Position doppelt besetzen zu können", erklärte Daum und verwies auch auf die verletzten Leistungsträger Youssef Mohamad (Knie), Ümit Özat (Herzmuskelentzündung) und Pierre Wome (Sehnenabriss).

Breckos Bock als Einladung für Katongo

Dennoch wäre auch ein Sieg gegen die Arminia möglich gewesen. Mit dem Rückenwind aus München setzte der FC die Arminia gehörig unter Druck und erspielte sich in der ersten halben Stunde reihenweise Torchancen.

"Dann haben wir uns selbst geschlagen", sagte Abwehrspieler Kevin McKenna ein und sprach das Gegentor durch Chris Katongo (43.) an. Nach einem katastrophalen Rückpass von Miso Brecko wurde der Stürmer aus Sambia quasi zum Ausgleichstreffer eingeladen.

"Wir haben nicht verloren, das ist auch wichtig", ergänzte McKenna nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage. Damit liegen die Geißböcke weiterhin neun Zähler vor der abstiegsbedrohten Arminia.(DATENCENTER: Der 22. Spieltag)

Frontzecks positive Zwischenbilanz

Auf Seiten der Ostwestfalen konnte man mit dem Punktgewinn ebenfalls gut leben. "Der FC hat den Schwung aus dem Bayern-Spiel mitgenommen und uns in den ersten 20 Minuten unter Druck gesetzt. Wenn wir da das zweite Gegentor kassieren, kann das Spiel auch in eine andere Richtung laufen", sagte Trainer Michael Frontzeck.

Der Abstiegskampf geht für die Arminia Sonntag in einer Woche gegen Eintracht Frankfurt unvermindert weiter, mit der Bilanz aus den zurückliegenden Auswärtspartien war Frontzeck aber sehr zufrieden.

"Wir haben aus den Spielen in Bremen, Hamburg und Köln vier Punkte geholt. Das ist in Ordnung", sagte der langjährige Gladbacher Bundesligaprofi.

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