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Luca Toni fehlt im Weserstadion wegen Achillessehnenbeschwerden © getty

Der Torjäger muss wegen Achillessehnenbschwerden passen. Der HSV setzt auf das Sieger-Gen. Im Südwest-Derby wartet ein Hexenkessel.

Hamburg - Beflügelt von ihren Befreiungsschlägen auf internationalem Parkett wollen Meister Bayern München und Vize Werder Bremen am Super-Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVE) nachlegen.

Im brisanten Duell an der Weser kann allerdings nur einer der angeschlagenen Topklubs seine Krise hinter sich lassen. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Der Hamburger SV will derweil seine Tabellenführung im Nordderby gegen den VfL Wolfsburg verteidigen.

"Wir haben vier Punkte Rückstand auf den HSV und müssen aufpassen, dass wir den Anschluss jetzt nicht verlieren", sagte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer.

Toni bricht Abschlusstraining ab

An der Weser müssen die Münchner allerdings auf Torjäger Luca Toni und Daniel van Buyten verzichten. Der Angreifer klagte über erneute Achillessehnenbeschwerden und brach das Abschlusstraining ab, der Belgier hat die Grippe. Massimo Oddo hingegen beißt trotz einer Knöchelprellung auf die Zähne und kann spielen.

Trainer Jürgen Klinsmann will das 5:0 in der Champions League bei Sporting Lissabon nicht überbewerten und fordert angesichts von zwei Bundesliga-Niederlagen in Folge zu erhöhter Wachsamkeit auf.

"Wir haben Nachholbedarf"

"Ich erwarte ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Bremen steht mit dem Rücken zur Wand. Wir müssen nachlegen, um näher an die Spitze zu kommen", sagte Klinsmann: "In der Bundesliga haben wir ganz klar Nachholbedarf. Wir müssen konstanter werden."

Zudem haben die Münchner gegen Werder noch etwas gut zu machen: Das Hinspiel ging vor heimischem Publikum mit 2:5 verloren.

Highlight in Mailand

Für die Bremer war dies eines der wenigen Highlights der Saison. Durch das 2:2 beim Starensemble des AC Mailand erreichte Werder am Donnerstag aber immerhin das Achtelfinale des UEFA-Cups. (Die grüm-weiße Mischung stimmt wieder)

"Wir haben immer darüber geklagt, dass uns ein richtiges Erfolgserlebnis fehlt. Jetzt haben wir es", sagte Sportdirektor Klaus Allofs: "Daraus müssen wir Stärke ziehen."

Trainer Thomas Schaaf forderte volle Konzentration. "Nach dem Erfolg in Mailand müssen wir uns für das Spiel gegen München sensibilisieren."

HSV hat das Sieger-Gen

Der HSV will seine Erfolgsserie indes auch gegen Wolfsburg fortsetzen. "Auch wir haben das Sieger-Gen, das die Bayern seit Jahrzehnten auszeichnet", sagte Mannschaftskapitän David Jarolim. (Spielerportrait)

Der HSV hat in der laufenden Saison noch kein Heimspiel verloren.

Der beim 1:0-Europapokalsieg gegen den NEC Nijmegen erneut starke Nationalspieler Marcell Jansen ergänzte: "Wir haben nicht einfach einen Höhenflug. Das ist das Ergebnis harter Arbeit. Gegen Wolfsburg geht es jetzt volle Pulle weiter. Das wird genauso schwierig wie gegen Bayern oder Leverkusen."

Titel in Sichtweite

Beide Spiele gewannen die Hanseaten - Wolfsburg will den HSV nun aufhalten.

"Das Spiel wird schwierig. Wir wollen uns aber möglichst teuer verkaufen", forderte VfL-Trainer Felix Magath.

Der japanische Stürmer Yoshito Okubo hat trotz des UEFA-Cup-Ausscheidens gegen Paris St. Germain sogar Höheres im Sinn: "Wenn wir beim HSV gewinnen, rückt der Titel in Sichtweite."

Heldt erwartet "Hexenkessel"

Abgerundet wird der Super-Sonntag durch das Südwest-Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart.

"Uns wird ein wahrer Hexenkessel erwarten. Dort wollen wir bestehen", meinte VfB-Manager Horst Heldt.

KSC-Trainer Edmund Becker hielt dagegen. "In einem Derby ist alles möglich. Aber wir dürfen ohnehin nur auf uns schauen und müssen Punkte holen. Da spielt der Gegner keine Rolle." Von den Behörden wurde die höchste Sicherheitsstufe ausgegeben.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Werder Bremen - Bayern München

Bremen: Vander - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings - Tziolis, Özil - Diego - Pizarro, Almeida.

München: Rensing - Oddo, Lucio, Demichelis, Lahm - van Bommel, Ze Roberto - Schweinsteiger, Ribery - Klose, Podolski (Donovan).

Hamburger SV - VfL Wolfsburg

Hamburg: Rost - Demel, Gravgaard, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Alex Silva - Trochowski, Jansen - Petric, Olic.

Wolfsburg: Lenz - Pekarik, Simunek, Barzagli, Schäfer - Josue, Schindzielorz - Hasebe, Gentner - Dzeko, Grafite.

Karlsruher SC - VfB Stuttgart

Karlsruhe: Miller - Görlitz, Drpic, Buck, Celozzi (Eichner) - Engelhardt - Freis, da Silva, Stindl - Federico - Saglik.

Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci, Niedermeier,Träsch - Khedira, Hitzlsperger - Hilbert, Lanig - Cacau, Gomez.

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