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Gebrüllte Freude: Nationaltorwart Robert Enke jubelt über das 1:0 durch Bruggink © getty

Die Leistung von Hannover beim Sieg gegen Leverkusen rechtfertigt das Vertrauen von 96-Präsident Kind in seinen Trainer.

Von Manuel Krons

München/Hannover - Martin Kind hatte ein Signal gefordert vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen - und der Präsident von Hannover 96 sollte nicht enttäuscht werden.

Nicht von der Mannschaft und auch nicht von Trainer Dieter Hecking, dem er vor der Partie mittels einer Jobgarantie sein Vertrauen ausgesprochen hatte.

Die Art und Weise wie die Niedersachsen im Heimspiel gegen die favorisierte Gäste-Elf zu Werke gingen, enttäuschte Kind nicht:

"Dieser Sieg war das Ergebnis einer ganz starken Mannschaftsleistung, es war ganz wichtig, dass die Mannschaft die große Herausforderung angenommen hat", resümierte er zufrieden. (DATENCENTER: Der 22. Spieltag)

Bayer in der Krise

Die von Hecking ausgegebene taktische Marschroute stürzte Leverkusen mit voller Wucht in eine ernstzunehmende sportliche Krise. In den letzten sechs Spielen gelang dem einstigen Titelanwärter von Trainer Bruno Labbadia nur ein Sieg.

Hannovers Coach zeigte sich hingegen zufrieden über seinen geglückten Coup: "Die Mannschaft hat heute da weiter gemacht, wo sie in den letzten Wochen auch schon gespielt hat. Aber heute mit mehr Konsequenz. Sowohl im Defensivverhalten und auch im Spiel nach vorne", sagte Hecking.

"Das war heute der Grundstein zu der mannschaftlich geschlossenen Leistung."

Nadelstichmann Schlaudraff

Vor allem dank Stürmer Jan Schlaudraff (Porträt) über den Hannover immer wieder gefährliche "Nadelstiche" (Hecking) setzte, ging die Kontertaktik des 96-Coachs auf.

Bayers Nationalstürmer Stefan Kießling und Patrick Helmes wurden von den Innenverteidigern Frank Fahrenhorst und Christian Schulz völlig aus dem Spiel genommen.

Enke-Sieg im Duell der DFB-Keeper

Zu guter Letzt entschied auch Robert Enke (Porträt) das direkte Duell mit seinem Nationalmannschaftskollegen Rene Adler für sich.

Letzterer mokierte sich nach Schlusspfiff über die mangelnde Arbeitsauffassung seiner Vorderleute, was ihm prompt einen Rüffel von Sportdirektor Rudi Völler einbrachte.

Der forderte den "talentierten Nationaltorwart" dazu auf, sich "an die eigene Nase zu fassen".

Gelassener Hecking

Die Turbulenzen beim Gegner dürften Hecking womöglich ebenso kalt lassen, wie die zuletzt nicht enden wollende Diskussion um seine mögliche Entlassung bei einer Niederlage.

"Gewisse Sachen muss man akzeptieren als Bundesliga-Trainer, wenn es denn oberhalb der Gürtellinie abläuft. Und ich muss sagen, da haben mich die Medien bisher in Ruhe gelassen", sagte er fasst entspannt nach dem Schlusspfiff.

Bayern kommt "gerade richtig"

Hecking weiß nach dem zweiten Heimsieg in diesem Jahr, dass er in schwierigen Situationen auf sein Team zählen kann.

Etwas ironisch erklärte er, dass Spiel beim FC Bayern München am nächsten Samstag (DATENCENTER: Der 23. Spieltag) käme "jetzt gerade richtig".

"Vielleicht ist es dann wirklich mal so, dass man auswärts überraschenderweise was mitnimmt. Die Bayern haben ein schweres Programm", fügte Hecking an. Das meinte er durchaus ernst.

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