Trotz 31 Grad und müden Beinen: Der FC Bayern hat den ersten Härtetest der Vorbereitung gegen Brescia Calcio bestanden.

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Vom Trainingslager des FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel, Christian Ortlepp und Stefan Kumberger

Arco - Trotz 31 Grad und müden Beinen im Trainingslager: Der FC Bayern hat den ersten Härtetest der Saisonvorbereitung bestanden. Die Münchner besiegten Brescia Calcio mit 3:0.

Thomas Müller (23.) und Toni Kroos (32.) machten bereits vor der Pause die entscheidenden Treffer. Den Schlusspunkt setzte Neuzugang Jan Kirchhoff mit einem Kopfball in der 90. Minute.

Für Pep Guardiola war die Partie gegen den italienischen Zweitligisten die erste mit Aussagekraft, nachdem es in den ersten drei Testspielen nur gegen Amateure ging. Auch daher hatte der neue Münchner Coach am Gardasee die bestmögliche Formation aufgeboten.

"Das war die erste seriöse Mannschaft, gegen die wir gespielt haben. Aber wir haben sehr gut gearbeitet. Es waren auch noch Fehler dabei, aber das ist normal", sagte Pep Guardiola nach dem Spiel.

Den Gegner hatte er sich höchstpersönlich ausgesucht: Von 2001 bis 2003 spielte er für Brescia, erzielte dabei drei Treffer.

Und natürlich war das Interesse im Trentino enorm, Guardiola und seine Startruppe live zu sehen. 4.500 Zuschauer verfolgten im ausverkauften "Centro Sportivo" von Arco die Partie.

Höjbjerg mit wichtiger Aufgabe

Beim FC Bayern stand erwartungsgemäß Manuel Neuer im Tor. Das ist insofern eine Erwähnung wert, da der Nationalkeeper sich bei den vergangenen beiden Testspielen ausruhen durfte.

Die Viererkette bildeten - wie zuvor auch oft unter Jupp Heynckes - Philipp Lahm, Daniel van Buyten, Jerome Boateng und David Alaba.

Im defensiven Mittelfeld durfte sich Pierre-Emile Höjbjerg bewähren, der 17-Jährige gab unter den Augen von FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge effektiv den Staubsauger vor der Abwehr.

Bayern im 4-1-4-1-System

Anders als unter Heynckes spielte Bayern nicht im 4-2-3-1-System, sondern im 4-1-4-1. Dabei agierte Mario Mandzukic als vordere Spitze, die erste Chance hatte aber Thomas Müller, der einen Kopfball übers Tor setzte (2.).

Gemeinsam mit Toni Kroos, Franck Ribey und Xherdan Shaqiri trieb er das FCB-Offensivspiel an. Allerdings hielten die Norditaliener besonders in der Anfangsphase gut mit, ehe Müller nach kluger Vorlage von Mandzukic die Führung erzielte (23.).

Dem Tor war allerdings ein verpatzter Abstoß von Brescia-Keeper Alessio Cragno vorausgegangen, der damit Mandzukic in Szene setzte.

Die Bayern-Profis schienen die Trainingsbelastungen zu spüren, auch am Vormittag war schließlich am Gardasee intensiv geübt worden. Guardiola sah weite Strecken des Spiels stehend neben seiner Trainerbank, wirkte unter Strom.

Vor allem einige Unkonzentriertheiten in der Defensive gefielen dem Perfektionisten nicht, das 2:0 durch Toni Kroos (30.) dürfte zumindest etwas beruhigend gewirkt haben. Müller hatte nach einer Konfusion Kroos den Ball prima aufgelegt.

Drei Wechsel zur Pause

In der zweiten Hälfte kamen Emre Can (für Höjbjerg), Rafinha (für Lahm) und Claudio Pizarro (für Mandzukic) neu ins Spiel. Die Bayern hatten jetzt die Italiener besser im Griff, ehe Guardiola den nächsten Dreierwechsel vornahm.

Jan Kirchhoff, Julian Green und Diego Contento durften sich nach einer Stunde präsentieren. Für Daniel van Buyten, Xherdan Shaqiri und David Alaba stand Erholungszeit an.

Ribery nagelte einen Freistoß ans Lattenkreuz, während Toni Kroos für Jungspund Alessandro Schopf Platz machte (65.). Patrick Weihrauch ersetzte wenig später Ribery.

Das Spiel wurde jetzt zerfahrener, Pizarro vergab zudem die Großchancen zum 3:0 (77.). Mitchell Weiser übernahm noch Müllers Position (78.).

Doch erst die letzte Aktion der Partie brachte den verdienten Endstand. Nachdem Brescia-Keeper Michele Arcari eine Ecke unterlaufen hatte, köpfte Kirchhoff unbedrägt aus zehn Metern ein. Der erste Treffer des Neuzugangs im Trikot der Bayern.

Götze und Badstuber abgereist

Unmitttelbar nach Abpfiff reisten die verletzten Mario Götze und Holger Badstuber vorzeitig aus dem Trainingslager ab.

Neuzugang Götze soll sich am Mittwoch einer geplanten Kernspinuntersuchung in München unterziehen. Dabei soll der Heilungsverlauf seines Muskelbündelrisses überprüft werden. Auch Badstuber setzt in München seine Therapie fort.

Bastian Schweinsteiger war wegen der besseren Behandlungsmöglichkeiten an der Säbener Straße bereits am Sonntag abgereist.

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