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Luiz Gustavo (M.) wechselte 2011 von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern © getty

Das angebliche Interesse des VfL Wolfsburg an Bayerns Gustavo nervt seinen Berater gewaltig. Er dementiert bei SPORT1 vehement.

Von Reinhard Franke

München - Roger Wittmann würde manchmal wohl am liebsten das Handy ausschalten. Aber als umtriebiger Berater ist das so eine Sache.

Da könnte Wittmann ja ein dicker Fisch durch die Lappen gehen. Das will er nicht.

Also bleibt er erreichbar und muss sich seit zwei Tagen mit Anrufen von Journalisten beschäftigen.

Seit Donnerstag steht nämlich das Gerücht im Raum, dass der VfL Wolfsburg ein starkes Interesse an Wittmanns Spieler, dem Bayern-Profi Luiz Gustavo hätte. Darüber kann Wittmann aber nur herzlich lachen und dementiert mit voller Überzeugung.

"Da ist überhaupt nichts dran", sagte Wittmann am Freitag im Gespräch mit SPORT1.

Berater: Volle Konzenration auf Bayern

Er könne das "nicht mehr ernst nehmen", erklärte Wittmann, und fügte hinzu: "Luiz hat das erste Mal wieder beim FC Bayern trainiert und konzentriert sich auf seinen Job, mehr möchte ich zu der ganzen Sache nicht sagen."

Und Gustavo hatte gleich in seinem ersten Training an der Säbener Straße mächtig Spaß.

Wittmann wollte jedenfalls gar nicht mehr aufhören sich zu echauffieren, dass "irgendwelche Leute" seinen Spieler ins Gerede bringen: "Wir jaben den Spieler nicht auf den Markt gebracht. Wenn, dann müsste das der FC Bayern machen."

Für den Unternehmer, immerhin einer der einflussreichsten Spielerberater in Deutschland, gibt es auch gar keinen Grund über einen anderen Verein nachzudenken.

Am Samstag steht für die Bayern der Auftakt gegen den Hamburger SV beim Telekom Cup in Gladbach an (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) und Gustavo bereitet sich ganz normal vor.

"Luiz ist eine Maschine"

Der Vertrag des brasilianischen Mittelfeldspielers bei den Münchnern läuft noch bis 2015, jedoch plant Bayern-Trainer Pep Guardiola der "Sport Bild" zufolge nach der Verpflichtung von Thiago Alcantara nicht mehr mit Gustavo. (Bericht: Pep-Revolution mit Explosionsgefahr)

Angst, dass sich der frühere Hoffenheimer unter Bayern-Trainer Pep Guardiola nicht durchsetzen wird, hat Wittmann nicht: "Luiz ist eine Maschine mit einem starken Körper und Charakter, er hat vor keiner Konkurrenz Angst."

Und weiter: "Wir haben von keinem Verein eine Anfrage oder ein Angebot haben wollen."

Starker Confed Cup

Dennoch wäre eine Verhandlungsposition in der jetzigen Phase eine sehr gute. "Luiz hat sich beim Confed Cup mit starken Leistungen in die Herzen der Menschen gespielt, jetzt ist er seit Donnerstag wieder im Training und Guardiola kennt den Jungen gerade mal einen Tag, hat ihn vorher noch nie gesehen. Er würde Luiz nicht einfach wegschicken", erklärt Wittmann.

Das Wolfsburg-Gerücht hält sich weiter. Zuletzt hatte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs im "kicker" davon gesprochen, dass Gustavo "alle Kriterien erfüllt" und bestätigt, dass er mit Wittmann gesprochen habe.

Der klärt auch dieses Missverständnis auf: "Der Klaus und ich kennen uns schon seit 20 Jahren, er rief mich an und fragte, was da los sei, dass solche Meldungen im Umlauf sind. Ich habe ihm einfach gesagt, dass ich das nicht weiß."

Neben dem VfL soll es allerdings auch andere Interessenten geben. Wittmann muss sein Telefon also weiter anlassen und Fragen beantworten.

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