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Sejad Salihovic erzielte für Hoffenheim in dieser Saison bislang fünf Tore © imago

Das Duell zwischen Hoffenheim und Dortmund hat Folgen. Ein Spieler verletzt sich, gegen einen anderen ermittelt der DFB.

München - 1899 Hoffenheim muss mehrere Wochen auf Mittelfeldspieler Sejad Salihovic verzichten.

Der 24-jährige Bosnier hat sich einen Außenbandriss im Knie zugezogen und fällt damit voraussichtlich bis zu vier Wochen aus.

Salihovic hatte die Verletzung beim Aufwärmen vor dem 0:0 des Herbstmeisters bei Borussia Dortmund (BVB - Hoffenheim: Nur die Tore fehlen ) erlitten, anschließend aber dennoch gespielt.

Die Diagnose wurde erst nach dem Spiel bei einer Kernspintomographie festgestellt.

Damit muss Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick im Spiel gegen Werder Bremen am kommenden Samstag auf mehrere Stammkräfte verzichten.

Neben Salihovic fehlen gegen Werder auch die gelbgesperrten Selim Teber und Luiz Gustavo sowie der rotgesperrte Tobias Weis.

Sport1.de hat weitere Nacrhichten aus der Bundesliga zusamengefasst:

Hoffenheim drohen weitere Doping-Vernehmungen

In der Doping-Affäre sind nach Angaben des DFB weitere Vernehmungen nicht ausgeschlossen.

"Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir noch weitere Vernehmungen durchführen werden", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, dem "kicker".

Am vergangenen Freitag waren neben verschiedenen Zeugen auch Ibertsberger, Janker und 1899-Trainer Ralf Rangnick vom DFB-Kontrollausschuss vernommen worden.

"Im Protokoll ist festgehalten, dass sie neun beziehungsweise zehn Minuten nach den Gladbacher Spielern erschienen sind", sagte Nachreiner.

Experte fordert harte Strafe

Ibertsberger und Jancker droht wegen dieser Verspätung eine einjährige Sperre. Aber selbst diese Strafe hält Dirk-Reiner Mertens, Richter am Internationalen Sportgerichtshof CAS , für zu mild.

"Grundsätzlich gilt die Regelsperre von zwei Jahren. Ich wundere mich, warum alle so selbstverständlich über eine Einjahressperre diskutieren", sagte Mertens dem "Spiegel".

Zuletzt kam Kritik am DFB auf, da, wie im Radsport üblich, bei den Doping-Kontrollen keine unabhängigen Begleiter - so genannte Chaperons - eingesetzt werden.

In der Bundesliga dürfen die Klubs die Begleiter auswählen, was bei der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf Unverständnis stieß.

"Dieses Prozedere ist nicht normal", sagte WADA-Generalsekretär David Howman der "ARD".

Fragen wirft auch das Sanktionssystem des Verbandes auf. Denn Ibertsberger war trotz der laufenden Ermittlungen in Dortmund im Einsatz.

Nach dem WADA-Code war es bislang so, dass Sportler, denen ein Vergehen bei den Dopingrichtlinien vorgeworfen wird, bis zur Urteilsfindung suspendiert wurden.

DFB ermittelt gegen Schmelzer

Die Partie in Dortmund könnte auch für einen BVB-Akteur Folgen haben.

Marcel Schmelzer droht aufgrund der TV-Bilder eine Verurteilung durch das DFB-Sportgericht. Schmelzer war in der 77. Minute Gästespieler Tobias Weis offenbar bewusst mit den Stollen des linken Schuhes auf dessen linken Unterschenkel getreten.

Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen Schmelzer ein. Da Schiedsrichter Herbert Fandel die Szene nicht gesehen hatte, konnte der Kontrollausschuss aufgrund der TV-Bilder tätig werden.

Der Kontrollausschuss hat beide Spieler zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert. Nach Vorliegen und Auswerten der Stellungnahmen wird dann über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

Cottbus bangt um Rost

Energie Cottbus muss im Berlin-Brandenburg-Derby am kommenden Samstag gegen Tabellenführer Hertha BSC Berlin möglicherweise auf Kapitän Timo Rost verzichten.

Der 30-Jährige erlitt in der Partie am Samstag in Bochum (2:3) eine Blessur am rechten Knöchel. (Cottbus wittert Verschwörung)

Zwar konnte bei einer Untersuchung am Montag eine schwere Verletzung ausgeschlossen werden, doch ob der Mittelfeldspieler rechtzeitig wieder fit werde, sei fraglich, teilte sein Verein mit.

Ein Spiel Sperre für Hoffenheims Weis

Hoffenheims Tobias Weis ist nach seiner Roten Karte im Punktspiel bei Borussia Dortmund (0:0) mit einer Sperre für ein Spiel davongekommen. Dieses Urteil fällte das Sportgericht des DFB am Montag.

Weis war am Samstag in der 77. Spielminute von Schiedsrichter Herbert Fandel wegen unsportlichen Verhaltens des Feldes verwiesen worden. Er soll im Zweikampf mit Dortmunds Sebastian Kehl nachgetreten haben.

Weis fehlt Hoffenheim damit am Samstag im Heimspiel gegen Werder Bremen, das seinserseits auf den Brasilianer Naldo verzichten muss. Der Abwehrspieler wurde am Montag für seine Notbremse beim 0:0 am Sonntag gegen Bayern München für drei Meisterschaftsspiele gesperrt.

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