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Franck Ribery erzielte in bislang 43 Bundesligaspielen 17 Tore für München © getty

Der FC Bayern hat auf die anhaltenden Gerüchte um den Franzosen reagiert und den Mittelfeldstar erneut für unerkäuflich erklärt.

Über den FC Bayern berichtet Martin van de Flierdt

München - Der FC Bayern hat auf die anhaltenden Gerüchte um Franck Ribery reagiert.

"Ich bin tausendprozentig sicher, dass er bei uns bleibt. Er hat Vertrag bei uns, den wir sogar verlängern wollen", erklärte Trainer Jürgen Klinsmann am Dienstag.

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bekräftigte zum wiederholten Male, dass Ribery unverkäuflich ist.

"Franck Ribery hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011. Und wir sind nicht gewillt, ihn vorher freizugeben. Für kein Geld der Welt", sagte der FCB-Boss.

Berater nährt Gerüchte

Die Spekulationen waren durch mehrere Interviews von Riberys Berater Alain Migliaccio aufgekommen. "Wenn Franck geht, dann um zu einem Klub wie Barcelona", hatte Migliaccio erklärt.

"Sein Transfer wird sehr schwer werden, weil Bayern ihn nicht verkaufen will. Aber ich glaube, die beiden Klubs können miteinander reden und eine Einigung erzielen."

Davon wiederum hatte sich Bayern-Präsident Franz Beckenbauer genervt gezeigt.

"Es ist immer das Problem: Wenn ein Spieler weg will und dem Verein die Pistole auf die Brust drückt, dann hat der wenig Chancen", sagte Franz Beckenbauer in der "Bild".

"Bei Ribery kann man schon den Eindruck gewinnen, dass es sich um gezielte Äußerungen handelt."

Was die Situation für den FCB-Präsidenten weiter verkompliziert: "Die Bayern sind seit langem abhängig von ihm. Ohne ihn sind sie nicht die Gleichen."

Ribery beschwert sich

Hinzu kam die Tatsache, dass sich Ribery bei Klinsmann darüber beschwert hat, dass er beim Ankurbeln der Offensive zu oft allein gelassen werde.

"Ich habe beim Trainer beklagt, dass ich kaum Unterstützung bekomme, wenn ich über links für Druck sorgen will", zitiert die "Bild" den Franzosen.

"Der Trainer hat mir Recht gegeben."

Auch Mitspieler Hamit Altintop kann Riberys Kritik nachvollziehen. "Es kann nicht sein, dass nur Franck über außen geht und flankt, und alle anderen hoffen, dass irgendeiner den Ball an den Kopf bekommt", meinte der Türke.

"Franck verhält sich absolut korrekt"

Trotzdem hält Rummenigge den Frust Riberys keinesfalls für bewusst herbei geführten Ärger. "Franck verhält sich bei diesen ganzen Gerüchten absolut korrekt und einwandfrei", sagte der Klubchef.

"Ihm gefällt doch selbst nicht, dass ihn in- und ausländische Medien immer wieder für diese Schlagzeilen missbrauchen. Er möchte sich ausschließlich wieder auf seine Ziele beim FC Bayern konzentrieren."

Vielmehr "spielen einige Leute ihre eigenen Spielchen", ergänzte Rummenigge. So habe ihm Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, bereits versichert, "dass an diesen Storys nichts, aber auch gar nichts dran ist".

Das hatte Barca-Sportdirektor Txiki Beguiristain auch öffentlich erklärt. "An der Ribery-Sache ist gar nichts dran", sagte er.

"Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Bayern. Die Münchner können sicher sein, dass sie als erste davon erfahren würden, wenn wir einen ihrer Spieler haben wollten."

Weiter Druck auf Klinsmann

Doch auch ohne den Wirbel um Ribery bleibt die sportliche Situation beim FCB vor dem Pokal-Gastspiel bei Bayer Leverkusen (Mi., ab 20.15 Uhr LIVE ) angespannt.

So setzte Beckenbauer Klinsmann weiter unter Druck: "Jürgen hat nach dem Bremen-Spiel gesagt, wir seien auf einem guten Weg. Es wird aber auch Zeit, diesen Weg langsam zu finden."(Beckenbauer warnt - Hoeneß poltert)

Die Statistik spricht zumindest in der Liga gegen die Bayern. Noch nie in 45 Jahren Bundesliga ist der Tabellenfünfte nach 22 Spieltagen am Ende noch Meister geworden.

Trotzdem hat Uli Hoeneß für die Kritik von Beckenbauer und anderen keinerlei Verständnis.

"Ich finde es völlig unberechtigt, was da zur Zeit abläuft", verwahrt sich der Manager in der "tz" gegen die öffentliche Attacken (Keine Ruhe für Klinsmann).

"Wir können immer noch alle unsere Ziele erreichen, liegen in der Champions League sogar über dem Soll. Trotzdem muss sich der Trainer permanent in Frage stellen lassen. Ich finde das Wahnsinn."

Rückendeckung für Klinsmann

Bei dem derzeitigen Medienecho stelle er sich die Frage, ob die Bayern nicht vielleicht eher im Abstiegskampf steckten.

"Ich weiß nicht, was Jürgen leisten muss, damit das aufhört", sagt er und schiebt gleich eine Klarstellung ohne Wenn und Aber nach: "Wir stehen zu Jürgen Klinsmann."

Das bestätigte auch Beckenbauer. "Der Trainer wird nicht in Frage gestellt", erklärte der Aufsichtsratsboss - und rät dennoch zu schnellen sportlichen Wende:

"Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, wird er nicht in Ruhe arbeiten."

Original Trikot des FCB mit Unterschriften gibt es hier

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