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Rudi Völler erzielte in seiner Karriere 47 Tore für die deutsche Nationalstürmer © imago

Bundesliga-Splitter: Leverkusens Sportchef redet Tacheles. Eine bittere Nachricht gibt es für Frankfurts Unglücksraben Vasoski.

München - Rudi Völler hat sich für die 6+5-Regel und eine Gehaltsobergrenze ausgesprochen.

"Ich hoffe, dass es bald eine Gehaltsobergrenze gibt! Das Ende der Fahnenstange ist erreicht", sagte der Sportchef von Bayer Leverkusen in der "Sport Bild".

Pro Mannschaft müssten sechs Spieler eingesetzt werden, die für die heimische Nationalmannschaft spielberechtigt sind.

Ein positiver Nebeneffekt der 6+5-Regel sei laut Völler: "Wenn in jedem englischen Topklub sechs Engländer spielen müssen und nur noch fünf Ausländer eingesetzt werden dürfen, dann schrumpft der Abstand zu den Top-Klubs in der Bundesliga gewaltig. Denn die setzen viel mehr auf deutsche Spieler."

Der ehemalige DFB-Teamchef glaubt, dass der rheinische Rivale 1. FC Köln durch die Rückkehr von Nationalspieler Lukas Podolski "in der nächsten Saison zu den Kandidaten für einen UEFA-Cup-Platz" zählt.

Er selbst befürchtet, dass der brasilianische Spielmacher Renato Augusto bald von einem Konkurrenten abgeworben wird: "Da ist die Gefahr groß, dass er zu einem Top-Verein geht!"

Der 90-malige Nationalstürmer sieht Deutschland im Angriff derzeit glänzend besetzt: "Im Offensivspiel ist Deutschland so gut besetzt wie die letzten 30 Jahre nicht. So eine Dichte an Topstürmern - unglaublich! 1990, als wir Weltmeister wurden, hatten wir nur drei: Klinsmann und mich, dazu Kalle Riedle."

Sport1.de hat weitere News-Splitter aus der Bundesliga zusammengefasst:

Saison-Aus für Frankfurts Vasoski

Die Eintracht muss bis zum Saisonende auf Innenverteidiger Alexander Vasoski verzichten.

Bei dem 29-jährigen Mazedonier wurde ein Knorpelschaden im rechten Knie diagnostiziert. Vasoski muss nun operiert werden.

"Das ist schon fast eine menschliche Tragödie. Vasi hat so viel durchgemacht - und jetzt auch noch das. Es ist einfach nur traurig für den Jungen und für uns", sagte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel.

96-Boss Kind kündigt Sparkurs an

Nach den sportlichen Enttäuschungen in der laufenden Saison hat Hannovers Klubchef Martin Kind für die kommende Spielzeit einen Sparkurs angekündigt.

"Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt und müssen das jetzt korrigieren. Wir planen defensiver", sagte der 64-Jährige der "Neuen Presse" und sprach davon, die aktuelle Saison mit einem "deutlichen Verlust" abzuschließen.

Der Personaletat soll offenbar von 29 auf 25 Millionen Euro gesenkt werden, als Zugänge kämen nach Angaben von Kind vornehmlich ablösefreie Spieler in Frage.

Schänzer: Kein systematisches Doping

Doping-Analytiker Wilhelm Schänzer glaubt nicht an systematisches Doping im deutschen Fußball.

"Die Fallzahlen stehen in keinem Verhältnis zu anderen Sportarten. 2005 wurden im Fußball international bei circa 20.000 Kontrollen ganze 13 Fälle mit anabolen Wirkstoffen nachgewiesen, darunter keiner in Deutschland.

Der Nutzen des Dopings im Fußball sei laut Schänzer anders als etwa beim Schwimmen oder Gewichtheben begrenzt. "Ein Fußballer kann durch Doping ja weder seine Technik noch das Mannschaftsspiel verbessern", sagte Schänzer.

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