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Seit Juli arbeiten Uli Hoeneß (l.) und Jürgen Klinsmannbeim FCB zusammen © getty

Jürgen Klinsmann polarisiert und stößt bei vielen auf Kritik. Rückendeckung gibt es jedoch von Uli Hoeneß und Oliver Kahn.

Von Michael Schulz

München - Zweifel am Modell Klinsmann lässt Bayern Managaer Uli Hoeneß gar nicht erst aufkommen.

"Er ist ein akribischer Arbeiter, jeden Morgen um acht Uhr da und geht nie abends vor sechs", erklärt der FCB-Manager in der "Sport Bild": "Wenn alle hier so arbeiten wie er, dann werden wir diese Saison viel Spaß haben."

Wichtig sei, so der 56-Jährige, der Faktor Zeit. "Wenn es funktioniert", sagte er im "kicker", "dann nicht in drei Wochen, sondern in drei Monaten."

Langfristige Tätigkeit

Rätselraten gibt es auch darüber, wie lange Klinsmann an der Säbener Straße tätig sein wird. Bis zur Winterpause, geistert des öfteren als Gerücht - nicht nur bei den Trainingskiebitzen.

Dem schiebt Hoeneß einen klaren Riegel vor. "Jürgen hat ganz klare Absichten, in München langfristig zu arbeiten", sagte er: "Das finde ich ein sehr positives Signal. Denn das ist auch unser Wunsch."

Bisher läuft der Vertrag des 44-Jährigen bis Ende Juni 2010 beim deutschen Rekordmeister.

Bayern ist der Mount Everest

Dass die Arbeit in München keine einfache ist, weiß der Manager. "Der FC Bayern ist in Sachen Druck der Mount Everest. Wenn du am Gipfel bist, geht nicht mehr."

Unterstützung erhält Klinsmann auch vom "Titan". Oliver Kahn findet die Entscheidung, Mark van Bommel zu seinem Nachfolger als FCB-Kapitän zu ernennen, eine "gute Lösung". "Mark hat das richtige Alter, ist eine Respektsperson und spricht deutsch", sagte der frühere Nationalkeeper.

Der 39-Jährige vermisst den Profi-Fußball nicht: "Die Ruhe ist eingekehrt. Die ständige Quälerei, die der Leistungssport einfordert, hat ein Ende, was mir sehr guttut."

Karriere-Ende in Italien

Über sein Karrierende denkt auch Luca Toni nach. Der Bundesliga-Torschützenkönig will seine Laufbahn in seiner italienischen Heimat ausklingen lassen.

"Ich denke, dass ich meine Karriere in Italien beenden werde. In Italien bin ich bei 99 Toren angelangt", sagte der Weltmeister in der "Zeit": Ich würde gerne auf 100 in der Serie A kommen. Es ist noch Zeit, ich habe noch viele Jahre".

Er wolle noch "fünf oder sechs" Spielzeiten weitermachen.

Der 31-Jährige steht nach einem Muskelfaserriss in der Wade und einer Zahn-OP vor seinem Comeback im Auswärtsspiel am Samstag bei Borussia Dortmund.

Poldi fordert Stammplatz

Ím Duell bei den Westfalen möchte auch sein Sturmpartner Lukas Podolski spielen, Der 23-Jährige fodert von Klinsmann gar einen Stammplatz.

Er "denke, ich habe dem Trainer keinen Grund gegeben, mich gegen Dortmund nicht aufzustellen", sagte der Nationalspieler in der "Sport Bild": "Ich will spielen! Ich bin jung und will mich weiterentwickeln. Das geht nur über Spiele."

Den Nationalspieler belastet das Reservistendasein: "Wenn du auf der Bank immer den Frust in dich reinfrisst, kann das für deine Stimmung einfach nicht gut sein."

Abwehrduo will verlängern

Mit ihrer Situation in der Abwehr sind zwei Südamerikaner hingegen sehr zufrieden. "Bayern ist interessiert, den Vertrag über 2010 zu verlängern. Micho fühlt sich bei Bayern sehr wohl, erklärt Berater Adrian de Vicente, der Berater des Argentiniers Martin Demichelis.

Auch Lucio will bleiben. "Ich will dabei sein, wenn Bayern wächst. Im Moment geht daher die Tendenz zu einer Vertragsverlängerung über 2010 hinaus", verrät er.

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