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Michael Ballack (l.) und Jürgen Klinsmann könnten bald wieder gemeinsam arbeiten © imago

Der "Capitano" soll bei Chelsea auf der "Schwarzen Liste" stehen. Derweil gehen die Diskussionen um Jürgen Klinsmann weiter.

Über den FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Es wäre eine spektakuläre Rückkehr.

Michael Ballack könnte im Sommer ablösefrei zum FC Bayern wechseln.

Laut der renommierten Londoner Zeitung "The Guardian" existiert beim FC Chelsea eine Art "schwarze Liste", auf der auch der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft stehen soll.

"Im Fußball geht es manchmal schnell. Man weiß nicht, wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln", hatte der 32-Jährige im Interview mit Sport1.de im Februar zu einer möglichen Bundesliga-Rückkehr gesagt.

Lieber wolle er aber seinen auslaufenden Vertrag verlängern: "Ich habe immer gesagt, dass ich noch länger bei Chelsea bleiben möchte."

Rotation an der Stamford Bridge

Dass in seinem Klub aufgrund der Finanzkrise aber gespart wird, ist längst kein Geheimnis mehr.

Bereits vor dem 2:1-Sieg beim FC Portsmouth am Dienstag hatte Blues-Präsident Bruce Buck betont, dass mehrere Spieler gehen und mehrere kommen werden.

Der Verein des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch müsse "drei, vier oder fünf" Stars verkaufen, um neue Spieler nach London zu holen.

Neben Ballack sollen auch Florent Malouda, Deco, Alex und Didier Drogba zum Verkauf stehen.

Da es keine Planungssicherheit an der Stamford Bridge gibt, könnte Ballack ein Wechsel ins Konzept passen. Es gibt weitaus schlechtere Stationen als den FC Bayern für einen letzten Profi-Vertrag.

Lob für Klinsmann

Ballack und Trainer Jürgen Klinsmann - diese Kombination könnte ebenfalls harmonieren. "Ich hatte ihn zwei Jahre in der Nationalmannschaft als Trainer und weiß, wie er Dinge sieht und mit welcher Motivation er sie angeht", verriet der "Capitano" bei Sport1.de.

Und die aktuellen Probleme zeigen, dass den Münchnern eine ordnende Hand im Mittelfeld durchaus gut zu Gesicht stehen würde.

Ob Klinsmann allerdings im Sommer noch Trainer in München ist, ist derzeit eine offene Frage.

Hat Hitzfeld Zeit?

Die Diskussionen um ihn reißen nach dem Pokal-Aus bei Bayer Leverkusen und vor dem "Endspiel" gegen Hannover 96 nicht ab.

Selbst ein seriöses Medium wie die "Süddeutsche Zeitung" spekuliert mit einem vorzeitigen Abschied des 44-Jährigen und bringt Vorgänger Ottmar Hitzfeld als Interimscoach ins Gespräch.

Vorbild wäre Guus Hiddink, der aktuell Russland und Chelsea coacht.

Und Hitzfeld, der nach dem Pokal-Aus harte Kritik an seinem Ex-Klub übte (Hitzfeld rechnet mit Klinsmanns Taktik ab), hätte nach den beiden WM-Qualifikationsspielen Ende März/Anfang April mit der Schweiz kein Pflichtspiel mehr bis September.

Auch Linksverteidiger Ze Roberto sieht Klinsmann als "angeschlagen". Gleichzeitig merkt er in einem Interview mit der "tz" an: "Wir sollten aufhören, alles an ihm festzumachen."

Zuspruch von Löw

Ähnlich sieht das auch sein früherer Assistent Joachim Löw.

"Diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Er arbeitet mit aller Leidenschaft und mit aller Begeisterung. Ich habe ihn in den zwei Jahren der Zusammenarbeit als ausgesprochen kompetent kennengelernt", sagte der Bundestrainer.

Klinsmann sei Weltmeister, Europameister und habe unter Trainern wie Cesar Luis Menotti oder Arsene Wenger trainiert und mit der Nationalmannschaft auch schon bewiesen, dass er diese Erfahrungen umsetzen könne, so Löw.

Donovan geht früher

Mit der angedachten Verpflichtung von Landon Donovan lag Klinsmann allerdings falsch.

Der von Los Angeles Galaxy ausgeliehene US-Amerikaner konnte sich in München nicht durchsetzen und wird Deutschland sogar schon am 10. März wieder verlassen.

"Obwohl die Ergebnisse nicht so waren, wie erhofft, war es eine positive Zeit für mich in Deutschland", erklärte der Stürmer.

"Ich bin fit, motiviert und freue mich, als besserer und erfahrenerer Spieler zurückzukommen."

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