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Meinungsverschiedenheit im Hinspiel: Herthas Andrej Voronin (l.) und der Cottbuser Mariusz Kukielka © getty

Berlin ist gewarnt vorm Ost-Duell mit Cottbus. Der HSV bekommt es mit Marins (Noch-)Klub zu tun, die "Wölfe" sind heiß auf den KSC.

Von Christian Paschwitz

München - Diesmal geht es um noch mehr als die sonst übliche Rivalität im Ost-Derby:

Mit einem Sieg bei Angstgegner Energie Cottbus will Hertha BSC (43 Punkte) am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) erstmals in der Klub-Geschichte eine Tabellenführung in der Rückrunde verteidigen.

Die Berliner (zur Vereinsseite) sind gewarnt, nachdem sie das Hinspiel noch mit 0:1 verpatzt haben - und Cottbus schon einigen vermeintlich stärkeren Kontrahenten ein Bein stellen konnte.

"Sie haben Bremen geschlagen. Es wird schwer", sagt Trainer Lucien Favre über den Angstgegner.

Verheerende Berliner Bilanz

Herthas Bilanz gegen die Lausitzer fällt mit sieben Niederlagen in den bisherigen elf Duellen wenig verheißungsvoll aus. Der letzte von nur drei Siegen datiert aus 2003.

"Wir haben ein paar Rechnungen offen aus den letzten Jahren", sagt Hertha-Manager Dieter Hoeneß angesichts der Reise zum Drittletzten, vor der Joe Simunic seine Teamkollegen psychologisch einschwört.

"Das Spiel hat nichts mit Fußball zu tun - das hat nur etwas mit Willen zu tun", meint der Abwehr-Routinier via "Bild".

Marko Pantelic (Porträt) ist nach Knie-Problemen fit, wird aber auf der Bank sitzen. Energie hat auch wegen zweier Heimsiege Oberwasser, bangt jedoch um Kapitän Timo Rost (Sprunggelenk).

HSV hofft auf Ausrutscher der Konkurrenz

Herthas Verfolger Hamburger SV (42 Punkte bekommt es bei Borussia Mönchengladbach (Sa., ab 15 Uhr LIVE) ebenso mit einem Tabellenkellerkind zu tun.

Trotz der Vorwochen-Pleite gegen Wolfsburg strotzen die Hanseaten vor Selbstvertrauen und liebäugeln erneut mit dem möglichen Sprung auf Platz eins.

"Wir können aus einer guten eine hervorragende Saison machen", sagt Torjäger Mladen Petric.

Was wohl auch die Stimmung hebt: Der HSV, der auf den gesperrten Paulo Guerrero verzichten muss, ist die einzige deutsche Mannschaft, die noch auf drei Hochzeiten (Meisterschaft, UEFA-Cup, DFB-Pokal) tanzt.

Jansen hat "nichts zu verschenken"

Besonders groß ist die Vorfreude auf die Partie beim einstigen Gladbacher Marcell Jansen: "Wir haben nichts zu verschenken. Ich kann das Schicksal der Borussia nicht beeinflussen. Sie müssen es schon selber schaffen", erklärt er allerdings.

Gladbachs Trainer Hans Meyer wiederum gibt sich trotz der schlechten Lage kämpferisch: "Es gibt keinen Grund, dass wir uns verstecken."

Ob der Borussia dabei indes Marko Marin weiterhilft, entscheidet sich kurzfristig: Der Jung-Nationalspieler, an dem der HSV stark interessiert ist, trainierte zuletzt zwar wieder leicht.

Marin (Porträt) laboriert vor dem Match bei seinem möglicherweise neuen Arbeitgeber aber noch immer an den Folgen einer Grippe

"Wölfe" noch ohne Sieg gegen den KSC

Der VfL Wolfsburg (zur Vereinsseite) will nach dem Aus in UEFA-Cup und gegen Bremen im DFB-Pokal (zum Artikel: Werder zündet Feuerwerk) zumindest in der Liga die Siegesserie halten.

Die "Wölfe" gewannen ihre letzten vier Punktspiele, warten gegen den Karlsruher SC nach fünf Duellen aber weiterhin auf den ersten Sieg.

"Wir wehren uns keineswegs gegen die Meisterschaft", sagt Aufsichtsrats-"Vize" Stephan Grühsem und drückt damit das Selbstvertrauen der Niedersachsen aus (39 Punkte).

Trainer Felix Magath sieht es ähnlich: "Jetzt wollen wir in der Bundesliga in der Spur bleiben."

BVB hofft auf Fortsetzung der Serie gegen den VfB

Kontakt zum Spitzenfeld halten möchte der VfB Stuttgart, der gegen Borussia Dortmund seinen leichten Aufwärtstrend fortsetzen will. In der Abwehr erhält nach dem Ausfall von Ludovic Magnin Neuzugang Georg Niedermeier (Porträt) eine Chance.

Die Westfalen, die den Vertrag von Trainer Jürgen Klopp bereits im Laufe der Rückrunde über 2010 hinaus verlängern wollen, reisen jedoch mit breiter Brust an:

Der BVB (zur Vereinsseite) gewann vier der letzten fünf Duelle mit den Schwaben.

Mittelfeldspieler Sebastian Kehl ist gesperrt, dagegen hat der Südkoreaner Young-Pyo Lee seine Rotsperre abgesessen.

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