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Thomas Schneider scheiterte mit dem VfB in den Europa-League-Playoffs © getty

Desaster-Start, Europa-Aus und Kapitäns-Flucht: Stuttgart braucht im Derby gegen Hoffenheim dringend ein Erfolgserlebnis.

Stuttgart - Der Start ging kräftig in die Hose - doch Thomas Schneider gibt sich vor seinem ersten Bundesligaspiel als Cheftrainer des VfB Stuttgart mutig.

"Ich bin ein positiver Mensch. Wir müssen und werden nach vorne blicken", sagte der 40-Jährige vor dem Derby gegen 1899 Hoffenheim (ab 15.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER):

"Wir wollen dieses Spiel mit aller Macht gewinnen."

Was bleibt ihm auch anderes übrig? Von der sonst oft gesehenen Aufbruchsstimung nach einem Trainerwechsel ist allerdings nicht mehr viel gebleiben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Europa-Aus und Tasci-Abgang

Obwohl Schneider vor nicht einmal einer Woche die Nachfolge des entlassenen Bruno Labbadia angetreten hat, musste er mit seiner Mannschaft bereits mehrere Nackenschläge verkraften.

Am Donnerstag verpasste der VfB beim 2:2 gegen HNK Rijeka durch ein Gegentor in letzter Sekunde den Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

Am Freitagabend wechselte Kapitän Serdar Tasci nach 14 Jahren im Verein zum russischen Spitzenklub Spartak Moskau.

Nun sind andere Profis als Führungskräfte gefordert. Einer könnte William Kvist werden. Der Däne wird wohl eine wesentliche Rolle im neuen VfB-Konzept spielen, nachdem Labbadia ihn schon ins Abseits gestellt hatte.

"Wir brauchen eine Konstante auf der Sechs, wir wollen Stabilität", sagte Schneider, und Sportvorstand Fredi Bobic attestierte Kvist gegen Rijeka ein "Wahnsinnspensum."

Probleme in der Defensive

Konstanz, auch um das Defensivverhalten Stück für Stück zu verbessern. Und um endlich die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Gerade die formstarke Offensive von Hoffenheim dürfte sonst ebenso wie die Kroaten Kapital aus der Anfälligkeit der Schwaben-Abwehr schlagen.

"Wir dürfen nicht in Konter laufen, Hoffenheim schaltet sehr schnell um", sagte Schneider.

Ein Strohhalm für den VfB: Nach dem Trainerwechsel von Labbadia zu Schneider und dem Weggang von Tasci ist die Mannschaft für den Gegner aus Hoffenheim nur sehr schwer einzuschätzen.

Gisdol: Wissen für den Mülleimer

"Die sind noch unberechenbarer geworden. All unser Wissen können wir in den Mülleimer schmeißen", sagte TSG-Trainer Markus Gisdol, der Gegenüber Schneider vom DFB-Trainerlehrgang gut kennt:

"Es soll niemand glauben, dass es ein einfaches Spiel wird."

Fehlende Aufbruchsstimmung im Ländle hin oder her.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Schwaab, Rüdiger, Boka - Harnik, Kvist, Gentner, Werner - Ibisevic, Cacau

Hoffenheim: Casteels - Beck, Abraham, Vestergaard, F. Johnson - Polanski, Strobl - Volland, Roberto Firmino, Elyounoussi ? Modeste

Schiedsrichter: Jochen Drees (Sarmsheim)

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