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Ekstatischer Jubel: Daniel van Buyten nach seinem Tor zum 1:1 gegen 96 © getty

Bayern München hat seine Negativserie in der Bundesliga beendet und Trainer Jürgen Klinsmann damit vorerst den Job gerettet.

München - Jürgen Klinsmann atmet nach dem höchsten Heimsieg in dieser Saison auf.

Der FC Bayern hat seine Negativserie in der Bundesliga beendet und dem Trainer damit vorerst den Job gerettet.

Drei Tage nach dem Pokal-K.o. bei Bayer Leverkusen siegte der Rekordmeister im vermeintlichen "Endspiel" für den Coach nach 0:1-Rückstand noch mit 5:1 (3:1) gegen Hannover 96.

Nach drei Bundesliga-Spielen in Serie ohne Sieg meldete sich der ersatzgeschwächte Gastgeber damit im Titelrennen zurück und zeigte dabei gegen das auswärtsschwächste Team der Liga phasenweise sehr guten Fußball.

Als der Name Klinsmann vor dem Spiel verkündet wurde, gab es vereinzelte Pfiffe in der Fankurve der nicht ganz vollbesetzten Arena.

Im Kampf um seinen Arbeitsplatz musste der Ex-Bundestrainer auf ein Quartett der Leistungsträger mit Superstar Franck Ribery (Schienbeinprellung), Stürmer Luca Toni (Achillessehnenbeschwerden), Kapitän Mark van Bommel (Gelbsperre) und Tim Borowski (Oberschenkelzerrung) verzichten.

Totales Engagement

Die umgekrempelte Mannschaft entwickelte zunächst das von Klinsmann geforderte totale Engagement. Nach gerade 34 Sekunden lief Ze Roberto nach einem schönen Spielzug frei auf das Tor von Robert Enke zu, wurde jedoch gerade noch abgeblockt.

Danach lief es jedoch wie in jedem der letzten Heimspiele der Bayern.

Bei der ersten ernsthaften Angriffsaktion der Gäste ließ Jiri Stajner auf der linken Seite Lucio wie einen Schuljungen aussteigen und schlenzte den Ball unhaltbar in die lange Ecke (15.). Binnen sechs Minuten machten Daniel van Buyten (20.) und Klose mit seinem zehnten Saisontor (25.) jeweils per Kopf nach Flanken von Bastian Schweinsteiger aus dem 0:1 aber ein 2:1, was Klinsmanns Laune sichtbar verbesserte.

Nach einem Abseitstor von Lukas Podolski erzielte der starke Hamit Altintop nach schöner Einzelleistung das 3:1 (34.).

Der Türke hatte Frank Fahrenhorst zuvor im Strafraum gekonnt aussteigen lassen. In der zweiten Hälfte kontrollierten die vor allem über die linke Seite mit Philipp Lahm gefährlichen Gastgeber das Spiel und konnten durch ein Kopfballtor von Lukas Podolski (74.) und Martin Demichelis (89.) noch erhöhen.

Richtiger Aufbaugegner

Die abstiegsgefährdeten Hannoveraner, die zuvor in zehn Auswärtsspielen nur einen Punkt geholt hatten, entpuppten sich als der genau richtige Aufbaugegner für die Bayern.

Unsicher in der Abwehr und harmlos im Spielaufbau konnten sie die erneut wacklige Hintermannschaft der Gastgeber nur bei einer Großchance von Jan Rosenthal (72.) ernsthaft in Bedrängnis bringen.

Gut für Klinsmann, der vor dem Spiel vom Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch einmal unter Druck gesetzt worden war: "Ein Sieg muss her." Es wurde ein Arbeitssieg, kein Befreiungsschlag.

Drei Tage vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Sporting Lissabon überzeugten neben Ze Roberto besonders Altintop, der allerdings nach 63 Minuten mit einem Blessur am rechten Fuß vom Platz humpelte. Bei den harmlosen Gästen konnte nur Torschütze Stajner überzeugen.

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