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Born arbeitete bereits in Buenos Aires, Asuncion, Montevideo und Sao Paulo © getty

Werder-Klubchef Jürgen L. Born legt sein Amt wegen des Wirbels um angebliche Transfer-Unregelmäßigkeiten sofort nieder.

Bremen - Jürgen L. Born, seit 1999 Vorstandsvorsitzender beim deutschen Vize-Meister Werder Bremen, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten.

Der 68-jährige zieht damit die Konsequenzen aus den Anschuldigungen der vergangenen Tage.

Der Ex-Banker steht in dem Verdacht, sich zweimal bei Spielertransfers aus Südamerika bereichert zu haben.

Allofs und Müller übernehmen

"Ich möchte Werder Bremen von unnötigen Belastungen freihalten. Ich kann versichern, dass ich keinerlei unerlaubten finanziellen Vorteile auf Kosten von Werder Bremen gezogen habe. Der Nachweis darüber erfordert jedoch einige Zeit", heißt es in einer Erklärung Borns, der sich derzeit aus familiären Gründen in Südamerika aufhält.

Werder-Sportdirektor Klaus Allofs, seit Montag kommissarischer Vorstandsvorsitzender des Bundesliga-Zehnten wird diese Position nun bis auf weiteres bekleiden.

Vorstandsmitglied Manfred Müller wird von Born den Zuständigkeitsbereich "Finanzen" übernehmen.

Angebliche Ungereimtheiten

Der Ex-Banker war wegen angeblicher Umgereimtheiten bei Transfer-Geschäften in Südamerika immer mehr unter Druck geraten.

Nach peruanischen Medienberichten soll der 68-Jährige, der sein Amt seit Ende vergangener Woche ruhen ließ, auch 2003 bei einer Vertragsverlängerung von Stürmer Nelson Valdez, mittlerweile beim Ligakonkurrenten Borussia Dortmund unter Vertrag, mitkassiert haben.

50.000 Dollar mitverdient?

Born wurden zuvor bereits Unregelmäßigkeiten beim Transfer des peruanischen Stürmers Roberto Silva 2001 nach Bremen vorgeworfen.

Der ehemalige Banker wird in dieser Sache beschuldigt, 50.000 Dollar mitverdient zu haben.

Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke hat einen Wirtschaftsprüfer beauftragt, die zweifelhaften finanziellen Transaktionen zu überprüfen.

Lemke will "schnelle Aufklärung"

Born hatte wegen der Vorwürfe bereits seit Wochenbeginn seine Ämter bei Werder Bremen ruhen lassen. Sportdirektor Klaus Allofs übernahm zunächst kommissarisch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden. (Werder-Boss legt Ämter nieder)

"Die Vertreter des Aufsichtsrates begrüßen und akzeptieren ausdrücklich diesen Schritt", hatte Lemke dazu erklärt.

Lemke sagte weiter: "Wir werden alles daran setzen, damit es zu einer schnellen Aufklärung der Angelegenheit kommt".

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