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Pep Guardiola ist seit 2013 Trainer des FC Bayern
Pep Guardiola hat beim FC Bayern einen Vertrag bis 2016 unterschrieben © getty

Pep Guardiola will Uli Hoeneß' Auftrag im Spiel gegen Hannover erfüllen. Mit dem Überholmänover lässt sich der Bayern-Coach Zeit.

Vom FC Bayern berichtet Denis de Haas

München - Der Chef hat ein Machtwort gesprochen. Uli Hoeneß fordert nach der Länderspiel-Pause Vollgas-Spiele von den Münchner Spielern ein.

Der Bayern-Präsident warnt die Mannschaft zudem davor, sich einlullen zu lassen und setzt die Spieler vor den anstehenden Englischen Wochen unter Druck.

Pep Guardiola lächelte diesen Druck einfach weg. Das liegt jedoch eher am Naturell des Bayern-Trainers.

Ausrutscher in Freiburg

Er weiß schon, dass sein Klub zuletzt in Freiburg wertvolle Punkte liegen gelassen hat. Und dass in München selbst kleine Ausrutscher nicht gerne gesehen werden.

Deshalb will Guardiola den Auftrag des Chefs erfüllen. "Der Präsident hat von Vollgas gesprochen. Wir sind bereit für die Herausforderungen", sagte der Spanier vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Hannover 96 (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm).

Als langjähriger Trainer des FC Barcelona weiß er, was leichtfertige Punktverluste bedeuten können. In Spanien wartete Real Madrid ständig auf Patzer des katalanischen Konkurrenten.

Zwei Punkte hinter dem BVB

In Deutschland könnten kleine Rückschläge ebenfalls titelentscheidend sein. Hier haben Guardiolas Bayern mit Borussia Dortmund einen bärenstarken Widersacher. Die Westfalen haben bislang alle Spiele gewonnen und den Triplesieger um zwei Punkte distanziert.

Doch Guardiola setzt nicht aufs schnelle Überholmanöver. "Es sind ja erst vier Spieltage rum, wir werden erst im Mai sehen, was los ist", sagte der 42-Jährige.

Trio fehlt weiterhin

Viel früher soll das Problem im Mittelfeld behoben sein. Doch zunächst muss Guardiola auch gegen Hannover noch auf Mario Götze, Thiago Alcantara und Javi Martinez verzichten.

"Aber wenn wir kein gutes Ergebnis erzielen, liegt das nicht daran, dass Spieler fehlen. Wir sind der FC Bayern und müssen auch so klar kommen", sagte Guardiola zu SPORT1.

Trotzdem hätte er gerade für die Sechser-Position gerne mehr Varianten: Guardiola war auf dem Spielfeld selbst ein Stratege, deswegen schmerzen ihm Ausfälle in diesem Mannschaftsteil besonders.

"Ich mag die defensiven Mittelfeldspieler einfach gerne", sagte Guardiola.

Schweinsteiger kehrt zurück

Einen Strategen mehr hat er wieder zu Verfügung: Bastian Schweinsteiger steht nach seiner auskurierten Kapselverletzung vor einer Rückkehr in die Bayern-Startelf.

"Er hat dreimal trainiert, kann also von Anfang an spielen", betonte Guardiola.

Allerdings machte der Spanier eine Einschränkung: "Ob es bei ihm für 90 Minuten reicht, wird man sehen."

Lob für Lahm

Der Bayern-Coach zieht auch in Erwägung, Rechtsverteidiger Philipp Lahm wieder nach vorne zu beordern. "Er ist einer der intelligentesten Spieler der Welt und kann deshalb viele Positionen spielen", lobte Guardiola seinen Kapitän.

Lahm verfügt über die Vollgas-Mentalität, die Uli Hoeneß sich von seiner Mannschaft wünscht. Wenn der Bayern-Boss über die Philosophie im Klub spricht, hört sein Trainer genau hin.

"Uli Hoeneß ist schließlich die Seele des Vereins", sagte Guardiola.

Und die will er nicht durch weitere Patzer verletzen.

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