vergrößernverkleinern
Markus Babbel übernahm den Cheftrainerposten am 24. November von Armin Veh © imago

Für den Stuttgarter Trainer scheint sich doch noch eine Tür zu öffnen, wie er seinen Job beim VfB und die Trainerausbildung vereinen kann.

Stuttgart/Frankfurt - Im Dauerstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem VfB Stuttgart (Vereinsseite) im Fall Markus Babbel ist offenbar eine Lösung in Sicht.

VfB-Manager Horst Heldt bestätigte in der "Stuttgarter Zeitung", dass es kürzlich ein Gespräch mit DFB-Vertretern gegeben habe.

"Seitdem zeichnet sich eine Lösung ab", sagte Heldt und skizzierte den möglichen Kompromiss: "Markus Babbel bekommt nichts geschenkt. Er müsste die Lizenz auf dem zweiten Bildungsweg erwerben - etwa mit verstärktem Blockunterricht in spielfreien Zeiten."

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hatte am Samstag bei "Premiere" erklärt, dass es künftig durch Umstrukturierungen beim Fußballlehrerlehrgang zu neuen Ansätzen komme. Künftig würden die Lehrgänge in der Woche nur von Montag bis Mittwochabend gehen.

Allerdings warnte er vor öffentlichen Äußerungen im Fall Babbel: "Das setzt alle nur unnötig unter Druck." Man befinde sich in internen Gesprächen und suche nach einer Lösung. Schließlich gehe es auch darum, Ex-Nationalspieler wie Babbel für den Trainerberuf zu gewinnen.

Sondergenehmigung bis Saisonende

Der im November zum Cheftrainer der Schwaben aufgestiegene Babbel darf den Bundesligisten wegen einer fehlenden Lizenz derzeit nur mit einer DFB-Sondergenehmigung bis zum Saisonende trainieren.

Heldt würde gerne längerfristig an Babbel festhalten, "weil das alles einen sehr konsequenten und ausgewogenen Eindruck macht." Die Nachfolger-Suche ist derzeit eingestellt.

Falls der DFB einer Ausnahme für Babbel zustimme, könnten laut Heldt neben dem Ex-Nationalspieler auch andere profitieren. Das allgemeiner Handlungsbedarf bestehe, beweise der Fall Christian Wück. Der Ex-Bundesligaspieler war beim Zweitligisten Rot Weiss Ahlen entlassen worden.

"DFB hat das Dilemma erkannt"

Er hatte in Köln gerade seinen Trainerschein gemacht und konnte nicht so oft bei der Mannschaft sein. Heldt: "Dieses Dilemma hat der DFB erkannt. Von daher hoffe ich, dass die Sache bald vom Tisch ist."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der DFB hatte zuletzt immer die Auffassung vertreten, dass der Cheftrainer eines Bundesligisten die Fußballlehrer-Lizenz besitzen muss und es künftig keine Sondergenehmigung für einen Kurzlehrgang oder Ausnahmeregelungen für verdienstvolle Nationalspieler oder ehemalige Profis geben soll.

Babbel seinerseits hatte ausgeschlossen, dass er zeitgleich mit seinem Amt als Chefcoach in Stuttgart einen normalen Trainerlehrgang des DFB besuchen kann: "Klar ist, dass ich nicht als hauptverantwortlicher Trainer bis Donnerstag beim Lehrgang in Köln sein kann und dann erst zur Mannschaft stoße. Das funktioniert nicht."

Gewinne original VfB-Trikot mit Deinem Superfan-Bild!

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel