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Kießling (M.) erzielte gegen Wolfsburg seine Saisontore drei und vier © getty

Dank einer starken zweiten Halbzeit bleibt Bayer zu Hause ungeschlagen. Der Wolfsburger Luiz Gustavo muss wieder vom Feld.

Leverkusen - Drei Tage vor dem Champions-League-Duell beim englischen Rekordmeister Manchester United ist Bayer Leverkusen die Generalprobe geglückt (776530Bilder des Spiels).

Im Duell der Werksteams kamen die Rheinländer zu einem schwer erkämpften 3:1 (1:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg, der allerdings aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte verdient war.

Nach dem vierten Saisontor von Nationalstürmer Sidney Sam (24.) hatte der Kroate Ivica Olic an seinem 34. Geburtstag den zwischenzeitliche Ausgleich für die Wölfe erzielt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kießling war es vorbehalten, mit einem Doppelpack (65./90.+1), den Sieg für Bayer zu sichern. Für Blondschopf Kießling war es Saisontor Nummer drei. Am kommenden Dienstag gastiert Bayer in Old Trafford bei ManUnited.

Platzverweis kurz vor Schluss

Wolfsburgs Millionenstar Luiz Gustavo sah in der 85. Minute Gelb-Rot, bereits zum zweiten Mal beim dritten Einsatz für die Niedersachsen.

Der frühere Bayern-Star hatte durch einen Lattenschuss (42.) in Halbzeit eins zuvor eine Großchance, selbst das 2:1 für den VfL zu erzielen. Bayer, das im letzten Punktspiel auf Schalke (0:2) nach acht Bundesliga-Siegen in Folgen wieder verloren hatte, fehlte lange Zeit die Entschlossenheit in der Offensive.

Es gab zwar einige schöne Ballstafetten, aber für echte Gefahr für das Tor von Keeper Diego Benaglio sorgten die Leverkusener zunächst zu selten.

Kopfball von Kießling

Der VfL konnte das Spiel zunächst ausgeglichen gestalten. Durch Kießling (14.), dessen Kopfball nach Flanke von Roberto Hilbert Torwart Benaglio keine Probleme bereitete, besaßen die Gastgeber nur eine wirkliche Torchance vor dem 1:0.

Dem Treffer ging ein Pass von Kapitän Simon Rolfes, der erstmals in dieser Saison von Beginn an für den verletzten Lars Bender spielte, voraus. Der Ball trudelte nach Sams Linksschuss vom Innenpfosten über die Torlinie.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gastgeber aber deutlich den Druck. In der 51. Minute vergab Leverkusens 10-Millionen-Mann Heung-Min Son nach herrlichem Zuspiel von Kießling völlig freistehend und verfehlte das Tor. Sam und Sebastian Boenisch (je 54.) vergaben innerhalb weniger Sekunden und scheiterten am glänzend reagierenden Benaglio.

Bayers Innenverteidigung düpiert

Zuvor war Olic nach Flanke von Ricardo Rodriguez aus kurzer Distanz erfolgreich gewesen und hatte die Bayer-Innenverteidigung dabei nicht gut aussehen lassen. Teamchef Sami Hyypiä hatte Innenverteidiger Philipp Wollscheid den Vorzug gegenüber Ömer Toprak gegeben und auch Rechtsverteidiger Hilbert eine Chance von Anfang für Giulio Donati aufgeboten.

VfL-Regisseur Diego, der von den Bayer-Fans bei jeder Ballberührung ausgepfiffen wurde, nachdem er sich mit einer Geste mit dem Publikum angelegt hatte, wurde vor allem in der ersten Hälfte von seinen Mitspielern immer wieder gesucht. Nach dem Wechsel war nicht mehr soviel vom Brasilianer zu sehen. Leverkusen wirkte im zweiten Durchgang dann viel dynamischer.

In der 79. Minute reklamierten die Gäste auf Hand im Strafraum, nachdem Sebastian Boenisch der Ball an den Arm gesprungen war.

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