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Fünf Spiele, fünf Siege: So gut ist der BVB noch nie in eine Saison gestartet © getty

Der BVB baut mit einer Gala gegen Hamburg seinen Traumstart aus. Ein Duo trifft doppelt. Klopp adelt Reus.

Dortmund - Mit einer Glanzvorstellung und dem besten Saisonstart seiner Bundesliga-Geschichte hat sich Tabellenführer Borussia Dortmund auf den Champions-League-Auftakt eingestimmt (776530Bilder des Spiels).

Vier Tage vor dem ersten Gruppenspiel am Mittwoch beim SSC Neapel gewann der Vizemeister hochverdient 6:2 (2:1) gegen den Hamburger SV auch das fünfte Saisonspiel und verteidigte Platz eins souverän (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Es war einfach geil, es hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Hintenraus und immer mal wieder im Spiel ist mir schon das Herz aufgegangen. Und alles außer den Gegentoren und den Standards haben wir auch gut verteidigt", sagte Jürgen Klopp bei "Sky".

Klopp hebt Reus in den Himmel

Der Coach der Dortmunder lobte vor allem eine Aktion von Marco Reus vor dem Tor von Robert Lewandowski zum zwischenzeitlichen 4:2 :

"Wenn du so ein Ding durchlässt, kommst du in den Himmel."

Die Hanseaten bleiben dagegen mit bislang nur vier Punkten im unteren Tabellendrittel stecken.

"Wir haben heute ganz schlecht gespielt. Es waren nur zwölf Minuten dabei, wo ich sage, das war in Ordnung. Wir waren nicht mutig genug, nicht überzeugend genug", kritisierte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Pierre-Emerick Aubameyang (19. und 65.) mit seinem vierten und fünften Saisontor sowie Henrik Mkhitaryan (22.) mit dem dritten Saisontreffer legten den Grundstein zum Sieg.

Erfolgreiche Revanche

Darüber hinaus machten Robert Lewandowski (73. und 81.) und Marco Reus (75.) die angekündigte Revanche für die beiden bitteren Niederlagen in der letzten Spielzeit (2:3 auswärts und 1:4 im Heimspiel) gegen die Rothosen perfekt.

Für den HSV trafen Zhi Gin Lam (25.), der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, und Heiko Westermann (49.) zum zwischenzeitlichen 2:2.

Danach keimte bei den Gästen zumindest wieder leise Hoffnung auf. Umso enttäuschender war der weitere Spielverlauf für die Gäste.

"Wir müssen das sacken lassen, vor allem wenn man ein 2:0 aufholt", meinte Fink, der mit seinem Team in der vergangenen Saison den Dortmundern noch zwei Niederlagen zufügen konnte.

Entsprechend motiviert und aggressiv ging der BVB diesmal vor 80. 645 Zuschauern in der ausverkauften Arena von der ersten Minute an zu Werke.

Bereits in der 4. Minute hatten die Hausherren durch Mkhitaryan ihre erste große Chance.

Nach zwei weiteren Möglichkeiten von Lewandowski (10.) und einen Kopfball von Mats Hummels an die Latte (13.) schoss Aubameyang die Dortmunder aus spitzem Winkel in Führung.

Drei Minuten später bediente Lewandowski den Armenier Mkhitaryan per Hackentrick, bevor dieser Adler keine Chance ließ.

Plötzlich steht es 2:2

Wie aus heiterem Himmel sorgte in dieser Phase der sträflich freistehende Lam mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern für den Anschlusstreffer.

Es war der erfolgreiche Abschluss einer der spärlichen Angriffsversuche der Hanseaten.

Kurz nach der Pause nutzte Westermann nach einem Freistoß von Rafael van der Vaart einen Stellungsfehler von Neven Subotic per Kopf zum überraschenden Ausgleich.

"Wir kriegen aus dem Nichts das 2:2, bestrafen uns selbst für die Arbeit, die wir tun. Wir müssen konsequenter sein", ärgerte sich Reus über die Unachtsamkeiten in der Abwehr.

Doch die Borussen verloren nur kurz den Faden und kamen bald zu weiteren hochkarätigen Chancen. Nachdem sie zunächst noch an Adler gescheitert waren, schoss Aubameyang zum 3:2 ein.

Tunnel-Tor von Reus

"Das ist ein ganz großes Fest heute abend, wir haben sehr gut gespielt und punkten weiter. Das ist eine tolle Sache", freute sich der Neuzugang, der sein Team wieder auf die Erfolgsspur brachte.

Danach trumpfte der BVB auf und nutzte seine Möglichkeiten konsequent.

Vor allem Reus lief zu überragender Form auf und sorgte mit seinem Tor zum 5:2 für das Sahnehäubchen. Bei seinem Schuss ins rechte Eck tunnelte er noch Hamburgs Abwehrspieler Dennis Diekmeier.

Zu diesem Zeitpunkt war der HSV schon längst in seine Einzelteile zerfallen. Lewandowski setzte schließlich den Schlusspunkt.

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