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Christian Streich (r.) trainiert seit Dezember 2011 den SC Freiburg © getty

Freiburg bleibt nach dem Remis gegen Hertha im Keller. Berlin-Trainer Luhukay ist ratlos und bedankt sich bei höheren Mächten.

Freiburg - Christian Streich und Jos Luhukay waren sich in ihrer Unzufriedenheit einig.

Das 1:1 zwischen dem SC Freiburg und Hertha BSC (Bericht) hilft keiner Mannschaft wirklich weiter.

Streichs Freiburger bleiben auch nach ihrem Europacup-Comeback nach zwölf Jahren sieglos im Bundesliga-Tabellenkeller und warten saisonübergreifend schon seit sieben Spielen auf einen Dreier. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Berlins Coach Luhukay hingegen trauerte nach zuvor zwei Niederlagen des Aufsteigers in Serie einer vermeintlich guten Gelegenheit zur Stärkung des Selbstvertrauens nach. (780473Bilder des Spieltags)

Streich klagt

"Leider haben wir wieder eine Führung verspielt", klagte Streich mit Blick auf die 1:2-Niederlage in der Vorwoche beim FC Augsburg und das 2:2 vor drei Tagen in der Europa League gegen Slovan Liberec.

Für den SC-Trainer war die Punkteteilung nach der frühen Führung durch Neuzugang Admir Mehmedi überflüssig, weil sein Team den Ausgleich der Gäste durch Per Skjelbred durch Unachtsamkeiten begünstigt habe: "Wir haben uns zu sehr zurückgezogen", sagte er und fügte die Schelte an: "Wir haben im Moment nicht die Qualität solche Spiele zu gewinnen, aber das macht nichts, wir können damit leben."

Und Torhüter Oliver Baumann klagte: "Wir hätten es wahnsinnig verdient gehabt zu gewinnen. Es ist schade, dass wir uns nicht selbst belohnen für den Aufwand, den wir treiben."

Freiburg sucht das Glück

Anders als in Vorsaison fehlte den Freiburgern auch das Glück im rechten Moment.

Die Fans wollten ja schon jubeln, als der Ball in der 90. Minute auf das leere Hertha-Tor zurollte - doch der Pfosten verhinderte den ersten Saisonsieg.

Der SC bleibt auf einem Abstiegsplatz, weil Gelson Fernandes die Kugel zwar vorbei am Berliner Schlussmann Thomas Kraft spitzelte, aber nicht ins Netz

"Standen uns selber im Weg"

"Wir waren zwar nahe dran am Sieg, standen uns aber in der ein oder anderen Szene selber im Weg", kommentierte SC-Stürmer Sebastian Freis das Abschlusspech.

Und Torschütze Admir Mehmedi meinte erschöpfte: "Im Moment sieht es danach aus, dass wir nicht gewinnen, wenn ich ein Tor schieße. Ich hoffe, dass ich am Mittwoch im Pokal gegen Stuttgart nicht treffe und wir dafür weiterkommen."

Unsicherheit überrascht Luhukay

Hertha-Coach Luhukay erkannte indes Unsicherheit in seine m Team.

"Wir waren zum ersten Mal sehr verunsichert, dabei gab es dafür gar keinen Grund, das ist mir unerklärlich. Ich bin deswegen auch nicht mit dem Unentschieden zufrieden, denn am Ende hatten wir noch Glück", sagte der Hertha-Coach.

Luhukay spielte auf einen Pfostentreffer von Gelson Fernandes in der Schlussminute an: "Wir müssen dem lieben Gott für den Punkt danken."

Brooks-Ausfall tut Hertha weh

Zudem hatte die Hertha, die mit der Erfolgsbilanz von sechs Siegen bei acht Breisgau-Auftritten angereist war, früh Verletzungspech.

Luhukay musste nach zwanzig Minuten den Innenverteidiger Anthony Brooks nach einem unglücklichen Sturz auf den Arm rausnehmen.

"Es könnte sein, dass er länger ausfällt", sagte Luhukay: "Er ist unglücklich auf seinen Arm gefallen. Wir befürchten, dass es etwas Schlimmeres ist."

Klarheit soll eine MRT-Untersuchung am Montag bringen.

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