Der frühere Bayern-Trainer steht laut Uli Hoeneß mit seinem Nachfolger ständig in Kontakt. Beide sollen sich bald wieder treffen.

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Vom FC Bayern berichten Patrick Mayer und Christian Ortlepp

München - In der Winterpause wird der FC Bayern einen weiteren Neuzugang bekannt geben.

Der schon lange als fix geltende Transfer von Dortmunds Robert Lewandowski wird dann vermeldet werden, wie der Stürmer SPORT1 überraschend verriet (Bericht).

Nach Mario Götze ist der Pole der nächste Top-Star, den der Rekordmeister dem schwarz-gelben Rivalen abluchst.

Ganz im Sinne der altbekannten Taktik von Uli Hoeneß, die schärfsten Konkurrenten durch den Kauf der besten Spieler zu schwächen.

Hoeneß erwartet BVB-Transfers

Aber auch der BVB wird in den Tagen zwischen Hin- und Rückrunde nicht die Füße still halten. Da ist sich Hoeneß sicher.

"Die Kasse von Borussia Dortmund ist ordentlich gefühlt. Ich bin mir sicher, dass sie in der Winterpause personell nachlegen werden", prophezeite der Präsident auf einem Termin des FC Bayern Basketball am Mittwoch.

Angst vor einem Aufrüsten des BVB hat Hoeneß aber nicht. Ganz im Gegenteil, die Leistungsexplosion der Dortmunder in den letzten Jahren freut ihn sogar.

"Die große Klasse von Borussia Dortmund hat uns zu unseren Weltklasseleistungen gezwungen", sagte Hoeneß im SPORT1-Interview. Er habe ohnehin den Eindruck, "dass unser Kader immer Druck von hinten braucht".

Warnung vor dem Zurücklehnen

Jüngst hatte er sein spielendes Personal davor gewarnt, nachlässig zu werden.

Dies sei jedoch nicht als Schelte gedacht gewesen, sagte er nun. "Es liegt in der Natur des Menschen, dass er dazu neigt, sich zufrieden zurückzulehnen. Da muss man manchmal drauf hinweisen. Das ist doch ganz normal."

100-Prozent-Pep

Einer, der sich niemals zurücklehnen wird, ist nach Hoeneß' Meinung aber Bayern-Trainer Pep Guardiola.

Ein Guardiola gibt nie nur 70 Prozent. Als er hierherkam, sagte er zu mir, Herr Hoeneß, wer mich verpflichtet, bekommt immer 100 Prozent", schilderte Hoeneß.

"Er macht unglaublich viel und hört einfach nicht auf zu arbeiten", erzählte er. "Oft ist Pep Guardiola von morgens um Acht bis abends um Acht draußen in der Säbener Straße und grübelt über Verbesserungen nach."

Dies habe ihn schwer beeindruckt.

"Er liebt diesen Job"

Dass der Katalane irgendwann an Grenzen stoßen könnte, glaubt Hoeneß nicht.

Nach seiner Zeit beim FC Barcelona wirkte Guardiola ausgelaugt. Ihm wurde nachgesagt, dass er verbissen an Projekten arbeite - oft bis zur völligen Erschöpfung und darüber hinaus.

Hoeneß, der sich offensichtlich ausgiebig mit dem Charakter seines Trainers auseinandergesetzt hat, meint, dass dieser gar nicht anders kann.

"Er zieht seine Emotionen und seine ganze Energie aus der Arbeit. Er liebt diesen Job", sagte er.

"Beide Systeme angleichen"

Das würden auch die Spieler merken, die ihm ausschließlich Positives über die Zusammenarbeit mit dem Trainer berichteten.

"Man spürt das selbst auf dem Platz", meinte Hoeneß. Dort wirkt der FC Bayern zunehmend wie eine Kopie des FC Barcelona.

Dass der Katalane Elemente des Barca-Stils auf die Münchner zu übertragen versucht, habe ihn nicht überrascht, erzählte Hoeneß. "Es war klar, dass er die beiden System angleichen wird", sagte er.

Er sei sich ziemlich sicher, dass diese beiden Kulturen langsam verwachsen. "Ich bin überzeugt, dass daraus etwas ganz Fruchtbares entsteht."

Seinen Anteil an der schnellen Eingewöhnung Guardiolas hat auch Triple-Coach Jupp Heynckes.

Pep profitiert von Jupp

Der Spanier stehe in ständigem Kontakt mit seinem Vorgänger, schilderte Hoeneß im Gespräch mit SPORT1.

"Er profitiert von seiner Erfahrung mit der Mannschaft. Die Beiden haben ein weiteres Treffen vereinbart. Dieses wird schon bald sein. Zu gegebener Zeit werden sie sich treffen", sagte der 61-Jährige.

Nach Aussage des Bayern-Chefs gehe die Initiative zu den Gesprächen vom Katalanen aus.

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