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Erik Durm (r.) bestritt in der laufenden Saison bereits vier Pflichtspiele für den BVB © getty

Durm ist bereits eine echte Alternative, Ducksch steht in den Startlöchern: Der Abwehrmann spricht bei SPORT1 über seine Rolle.

Von Christoph Lother

München - Außerhalb des Platzes wirkt Erik Durm noch ziemlich schüchtern.

"Schau'n mer mal", kommentiert er bei SPORT1 mit leiser Stimme seine Chancen, auch im kommenden Heimspiel von Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg (Sa., 15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SPORT1.fm) von Beginn an dabei zu sein.

Es wäre bereits das dritte Mal in Folge, dass der 21-Jährige der Startelf angehört.

Bei seinen bisherigen zwei Auftritten in Nürnberg und München hinterließ Durm einen durchaus ansprchenden Eindruck.

Er wirkte kontrolliert, selbstbewusst und souverän. Und ganz und gar nicht schüchtern.

Bender lobt den Schmelzer-Ersatz

Das sieht auch sein Mitspieler Sven Bender so.

"Erik hat sich toll eingefügt. Er hat ohne Angst und größeren Respekt sein Ding durchgezogen", lobte der 24-Jährige Dortmunds neuen Youngster nach dem Pokalspiel bei 1860 München im Gespräch mit SPORT1.

Gegen die "Löwen" hatte Durm den verletzten Marcel Schmelzer als Linksverteidiger vertreten.

Eine Rolle, die ihm gegen Freiburg erneut zufallen könnte. Denn der Einsatz des von hartnäckigen Oberschenkelproblemen geplagten Schmelzer ist auch diesmal mehr als fraglich.

Keine Ansprüche auf einen Stammplatz

Sollte der Nationalspieler tatsächlich ausfallen, wäre Durm - wieder einmal - die erste Alternative.

Auf dem Weg zum Stammspieler sieht sich der Jungspund deshalb aber noch lange nicht.

"Nein. Darüber mache ich mir keine Gedanken", sagt er.

Natürlich habe er vor der Saison auf den einen oder anderen Einsatz bei den Profis des BVB gehofft, berichtet Durm, "richtig rechnen konnte man damit aber nicht".

Er wolle "jede Chance nutzen, die ich bekomme", betont er: "Ansprüche stelle ich aber nicht."

Stürmer wird zum Verteidiger

Die stellte während der Saisonvorbereitung dafür sein Trainer Jürgen Klopp.

Gerade erst von der U 23 zu den Profis hochgezogen, wurde Durm innerhalb kürzester Zeit vom Stürmer zum Abwehrspieler umgeschult.

Wohlwissend, dass ihm der polnische Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek in Folge einer Hüft-Operation fast die gesamte Vorrunde fehlen wird, baute Klopp den gebürtigen Pfälzer als Backup für Piszczeks ersten Stellvertreter Kevin Großkreutz auf.

Debüt in der U-21-Nationalelf

Den ersten Probeläufen im Sommer folgten zu Saisonbeginn zunächst zwei Kurzeinsätze Durms in der Bundesliga, dann das Startelf-Debüt in Nürnberg.

Darüber hinaus feierte der Rechtsfuß auch in der U-21-Nationalmannschaft seine Premiere - auch hier als rechter Verteidiger.

"Es läuft momentan super", sagt Durm, der 2012 von Mainz nach Dortmund gewechselt war, mit einem zufriedenen Grinsen.

Daran, dass es auch für den in der Liga noch ungeschlagenen BVB weiter gut läuft, will Durm nach Möglichkeit selbst mitarbeiten.

"Wenn wir gegen Freiburg effektiver spielen und vorne früh einen reindrücken, sollte es mit dem Sieg klappen", sagt er vor dem Duell mit dem Tabellenvorletzten.

Klopp lobt Ducksch

Vorne einen reindrücken könnte beispielsweise Marvin Ducksch.

Genau wie Durm, stand auch der 19 Jahre alte Angreifer beim Auswärtsspiel in Nürnberg vor einer Woche erstmals von Beginn an auf dem Platz.

Gegen Braunschweig und beim Pokal-Auftakt in Wilhelmshaven war er zuvor jeweils eingewechselt worden.

"Er ist ein Typ, der einfach weiß, wo das Tor steht", sagt Klopp: "Wir werden ihn behutsamen ausfbauen."

Ducksch steht in den Startlöchern.

Und genau wie Verteidiger Durm gibt sich auf dem Feld bislang auch der 1,86 Meter große Mittelstürmer.

Nämlich alles andere als schüchtern.

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