Der Kroate hat durch Kampf und Tore seinen Platz gesichert. Gegen Ex-Klub Wolfsburg will er eine beachtliche Bilanz aufbessern.

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Vom FC Bayern berichtet Denis de Haas

München - Mario Mandzukic' Arbeitsplatz beim FC Bayern war in Gefahr.

Neu-Trainer Pep Guardiola wollte in München die falsche Neun einführen. Der wendige Dribbler sollte den robusten Angreifer im Sturmzentrum ersetzen.

Deshalb schien der lange Mandzukic im Stammplatz-Rennen einen Nachteil zu haben.

Drei unschlagbare Argumente

Drei Monate nach Guardiolas Ankunft spielen die Münchner immer noch mit einer echten Neun. Mandzukic hat für den Fortbestand dieser Position leise demonstriert: mit Laufbereitschaft, mit Zweikampfstärke - und mit Toren.

Und so wird der Kroate auch gegen den VfL Wolfsburg wieder in der Startformation stehen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SPORT1.fm).

Warum sollte Guardiola auch einen Akteur rausnehmen, der schon fünf Pflichtspieltreffer erzielt hat? Der sich berechtigte Hoffnung auf den Gewinn der Torjägerkanone machen darf. Der trotzdem nicht abhebt.

Kein Gedanke an die Kanone

"Über den Torjägerpokal denke ich nicht nach. Wenn ich den mal gewinnen sollte, ist das okay", sagte Mandzukic auf SPORT1-Nachfrage. "Aber es gibt wichtigere Trophäen, die wir als Mannschaft holen können."

Der 27-Jährige hat mit den Bayern bereits alles gewonnen. Die Triple-Saison verlief für ihn "wie im Traum". Dann kam Guardiola nach München, und auf einmal fühlte sich Mandzukic unsicher.

"Wenn ein neuer Trainer kommt, probiert er immer neue Dinge aus", erklärt der Angreifer.

Nach einem klärenden Gespräch haben sich seine Bedenken zerstreut. "Wir haben geredet. Der Trainer hat gesagt, er vertraut mir. Und ich will das Vertrauen zurückzahlen", berichtet Mandzukic.

Er errackert sich seine weitere Einsatzzeiten förmlich. "Es macht mir einfach Spaß, mich zu beweisen", sagt der Kroate.

Bei Real auf der Liste?

Das haben anscheinend auch Real Madrids Verantwortliche mitbekommen. Die "Königlichen" sollen nach spanischen Medienberichten bereit sein, zwischen 35 und 40 Millionen Euro für Mandzukic hinzublättern.

Der Umworbene bleibt gelassen. "Ich habe das auch mitbekommen. Aber Real interessiert sich ja für 200 bis 300 Spieler. Ich habe in München noch einen Vertrag und bin hier glücklich", sagt Mandzukic.

Er beschäftige sich jetzt erstmal mit dem nächsten Gegner. Das anstehende Bundesliga-Spiel ist für Mandzukic ein besonderes: Zwischen 2010 und 2012 erzielte er für die Wolfsburger 20 Tore in 56 Bundesliga-Partien.

Telefonat mit Olic

"Ich habe mit einigen Leuten vor dem Spiel gesprochen", berichtet der Bayern-Stürmer. Mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen Ivica Olic führte er unter der Woche ein langes Telefonat, auch mit Wolfsburgs Jan Polak sprach Mandzukic.

Dabei ging es auch um die VfL-Bilanz in München. 16 Bundesliga-Spielen absolvierte die "Wölfe" bislang bei den Bayern. Dabei gab es 15 Münchner Erfolge und nur ein Remis.

"Der Sieger kann wieder nur Bayern sein", sagt Mandzukic selbstbewusst.

Keine Angst vor Lewandowski

Sein Selbstbewusstsein könnte ihm auch in der kommenden Saison behilflich sein. Dann muss er sich bei Bayern wohl mit Robert Lewandowski um einen Stammplatz streiten. Vor dem Noch-Dortmunder hat Mandzukic aber keine Angst.

"Ich mache mir da keine Sorgen. Bei Bayern kommen und gehen immer gute Spiele", sagt der Angreifer.

Wer demnächst kommt, der muss es erstmal mit Mandzukic aufnehmen.

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