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Robert Lewandowski spielt seit 2010 für Borussia Dortmund © getty

Robert Lewandowski sticht bei Dortmunds Kantersieg über Freiburg heraus. Seine Leistung macht Mut für die Champions League.

Von Denis de Haas und Nils Hotze

München/Dortmund - Oliver Baumann hatte den besten Platz im ausverkauften Dortmunder Stadion.

Freiburgs Torwart stand genau vor Robert Lewandowski, als dieser seine große Show abzog.

Der BVB-Torjäger holte einen hohen Ball aus der Luft, ließ mit einer schnellen Drehung zwei Gegenspieler ins Leere laufen und überwand Baumann per elegantem Lupfer (58.).

Mit einem Flugball ins verwaiste Tor gelang Lewandowski später noch ein weiteres Erfolgserlebnis (70.).

60 Bundesliga-Treffer hat der Pole nun schon für Dortmund erzielt und damit Klub-Legende Jan Koller in der Vereins-Rangliste überholt.

Das Heber-Tor war aber mit das schönste im gelb-schwarzen Trikot (783413Bilder des Spiels).

Auch Reus trifft doppelt

Da die Dortmundern am Samstag noch mehr geniale Momente zeigten, sprang gegen harmlose Freiburger ein klarer 5:0 (2:0)-Erfolg heraus.

Marco Reus (35., 45.) und Jakub Blaszczykowski (79.) steuerten die weiteren Tore bei (Bericht).

Mit 19 Punkten, dem besten Start ihrer Vereinsgeschichte, behaupteten die Borussen den Spitzenplatz gegenüber der Konkurrenz aus München. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Klopp genießt die Show

Jürgen Klopp genoss die Vorstellung seiner Schützlinge sichtlich.

"Wenn die Mannschaft ins Spielen kommt, dann macht arbeiten Spaß. Die erste Halbzeit war schon richtig gut", sagte der BVB-Trainer zu "sky".

Für seinen Star-Angreifer gab es ein Extra-Lob. "Das macht er hervorragend", sagte Klopp zu Lewandowskis erstem Treffer.

Zukunft bei den Bayern

Der 25-Jährige zeigte bei seiner Gala-Vorstellung gegen Freiburg erneut, dass er sich keineswegs hängen lässt. Lewandowski sieht seine Zukunft bekanntlich bei Bayern München.

Am Dienstag verplapperte er sich gegenüber SPORT1 und bestätigte erstmals seinen Wechsel zum Saisonende - auch wenn er später zurückruderte.

Am liebsten wäre er ja schon vor der Saison nach München gegangen. Doch da der BVB Lewandowski die Freigabe verweigerte, muss er seinen Vertrag bis 2014 erfüllen.

Den Frust über den verhinderten Wechsel bewältigt er nun wie von den Vereinsbossen erhofft durch starke Leistungen.

Einen Lewandowski in Top-Form benötigt Dortmund auch für die kommenden Wochen. Das nächste Bundesliga-Spiel führt die Dortmunder zur heimstarken Borussia aus Mönchengladbach.

Schmelzer fällt länger aus

Zuvor steht am Dienstag noch das wichtige Champions-League-Heimspiel gegen Olympique Marseille an.

Gegen die Franzosen fallen wie schon in den vergangenen Wochen Sebastian Kehl, Ilkay Gündogan und Lukasz Piszczek aus.

Neu im BVB-Lazarett ist seit dem Wochenende Marcel Schmelzer. Der Linksverteidiger zog sich im Freitagstraining einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und fällt drei Wochen aus.

Auch Trainer Klopp fehlt den Borussen am Mittwoch. Nach seinem Ausraster in Neapel sperrte die UEFA ihn für eine Spiel, sein Assistent Zeljko Buvac wird ihn vertreten.

"Ungewohnt wird das sein. Zeljko und ich arbeiten eh meistens telepathisch zusammen, da brauchen wir keine Leitung darüber hinaus", sagte Klopp.

Entwarnung bei Bender

Immerhin wird Sven Bender am Dienstag dabei sein. Der defensive Mittelfeldspieler erlitt gegen Freiburg eine leichte Schulterverletzung, gab aber nach der Partie Entwarnung.

Benders Auswechslung zur Pause war aber kein Problem gegen die harmlosen Freiburger. Nach der Klatsche in Dortmund, bei der Abwehrspieler Fallou Diagne noch die Rote Karte sah (45.), bleiben die Breisgauer im Tabellenkeller.

Doch Krisenstimmung macht sich beim Sportclub trotz sieben Spiele ohne Sieg und Tabellenplatz 17 noch nicht breit.

Streich lobt den Gegner

Gäste-Coach Christian Streich wollte über die Leistung seiner Mannschaft keine großen Worte verlieren. Er sprach lieber über den Gegner.

"Wenn ich nicht Trainer in Freiburg wäre, hätte mir das Zuschauen Spaß gemacht", erklärte er. "So war es einfach nur schrecklich."

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