Dortmund ist aktuell einen Tick besser in Form als die Bayern. Deshalb kommt den nächsten zwei Spielen schon große Bedeutung zu.

Gut ein Fünftel der neuen Saison ist vorbei und die Bundesliga- Tabelle ist mittlerweile mehr als eine Momentaufnahme.

Das gilt sowohl beim Blick nach oben als auch nach unten , wo die letztjährigen Überflieger aus Freiburg ohne Sieg auf den vorletzten Platz abgerutscht sind, noch bevor die englischen Wochen richtig begonnen haben.

Einen leichten Hoffnungsschimmer gab es dagegen ganz im Norden, wo der HSV beim Debüt von Bert van Marwijk in Frankfurt immerhin ein spätes 2:2 erkämpfte.

Die Partie zeigte aber auch, dass die Hamburger noch weit von der vom neuen Coach erhofften Stabilität entfernt sind.

[image id="91469039-63ca-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Ein ähnliches Problem haben die Schalker, für die Platz 12 angesichts der hohen Ziele natürlich viel zu wenig ist.

Entsprechend geladen reagierten Horst Heldt und Jens Keller nach dem 3:3 in Hoffenheim.

Der teilweise chaotische Auftritt zeigte allerdings exemplarisch, warum die Königsblauen trotz hochkarätiger Verstärkungen derzeit nicht ganz oben mitspielen.

Leichtfertig wurde die klare Führung verspielt und am Ende war sogar der eine Punkt glücklich.

Und 16 Gegentore nach sieben Spielen kassierte Schalke zuletzt 1987/88 - damals stand am Ende der Bundesliga-Abstieg.

Wesentlich besser sind da die anderen drei deutschen Champions-League-Teilnehmer in die Saison gestartet:

Dortmund, Bayern (beide 19 Zähler) und Leverkusen (18) geben sich bisher fast keine Blöße und haben sich schon einen deutlichen Vorsprung auf den großen Rest herausgespielt.

Ob Bayer dauerhaft einen Zweikampf um die Meisterschaft verhindern kann, wird schon der nächste Spieltag zeigen, wenn der Triple-Sieger aus München zu Gast ist.

Der mühsame Arbeitssieg gegen Wolfsburg zeigte einmal mehr, dass man auch den FCB entnerven und mit etwas Glück sogar Zählbares mitnehmen kann.

Das Gefährliche für den Rekordmeister ist dabei, dass jeder Punktverlust angesichts des Dortmunder Höhenflugs massive Auswirkungen im Titelrennen haben kann.

Der BVB feierte beim spielerisch leicht wirkenden 5:0 gegen Freiburg den besten Bundesliga-Start seiner Vereinsgeschichte und demonstrierte, dass er aktuell sogar einen Tick besser in Form ist als der Vorjahres-Dominator aus München.

Für Pep Guardiola steht nun mit den schweren Auswärtsaufgaben bei Manchester City und in Leverkusen schon die erste Woche der Wahrheit auf dem Programm.

Sein großer Vorteil: Er kennt solche Konstellationen schon aus Spanien - und da hatte er meistens am Ende die Nase vorn.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel