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Seit 2006 bestritt der Belgier Vincent Kompany nur 29 Bundesliga-Partien für den HSV © imago

Vincent Kompany verlässt den HSV in Richtung England. Leverkusen erhält prominenten Zuwachs.

München/Hamburg - Die Trennung hatte sich angedeutet, doch am Ende ging es schneller als gedacht:

Vincent Kompany wird den Hamburger SV mit sofortiger Wirkung verlassen und zu Manchester City wechseln.

Die Einigung gab der Verein am Donnerstagmittag bekannt, über die Ablösemodalitäten wurde zu nächst nichts bekannt.

Kompany ist der zweite Abgang in kurzer Zeit nach Rafael van der Vaart (Real Madrid), dessen Nachfolger Mladen Petric am Donnerstag offiziell vorgestellt wurde.

Seit 2006 an der Elbe

Kompany absolvierte bereits den Medizincheck beim Team von Dietmar Hamann. Der 22-Jährige war 2006 für zehn Millionen Euro vom RSC Anderlecht an die Elbe gewechselt, wo er in zwei Jahren allerdings nur 29 Bundesligaspiele bestritt.

Auch aufgrund von Verletzungen konnte der Belgier nie der erhoffte Nachfolger des zum FC Bayern abgewanderten Daniel van Buyten werden.

"In den zwei Jahren, die er hier war, konnte er seine eigenen und unsere Ansprüche nicht erfüllen", erklärte HSV-Präsident Bernd Hoffmann.

Hickhack um Olympia

Hinzu kam zuletzt der Ärger außerhalb des Platzes: Erst der Hickhack um Kompanys Olympia-Teilnahme und der anschließende Kompromiss der HSV-Bosse, zähneknirschend einem Mitwirken in den ersten beiden Gruppenspielen zuzustimmen.

Spätestens seit der verspäteten Anreise wegen eines vergessenen Reisepasses und seinem wiederholten Unwillen nach Hamburg zurückzukehren ("Ein Jammer, dass ich mein Land im Stich lassen muss"), war der Abwehrspieler offenbar unten durch.

Der HSV wartete daher auf ein passendes Angebot, nachdem im Sommer angeblich schon der FC Arsenal angefragt haben soll.

"Mit der erzielten Ablöse sei er "sehr zufrieden", sagte Klubchef Hoffmann und kündigte an, "das Geld in weitere Neuverpflichtungen" investieren zu wollen.

Ex-Nationalspieler Ramelow vor Comeback

Derweil steigt ein alter Bekanter wieder ins Fußball-Geschäft ein:

Carsten Ramelow steht drei Monate nach seinem Rücktritt als Profi vor einem Comeback. Wenn auch nur in der zweiten Mannschaft von Bayer Leverkusen.

"Calle ist eine Führungsperson"

"Calle ist eine Führungsperson. Er könnte der Truppe viel Stabilität verleihen", sagte Manager Michael Rescke dem "kicker".

Ulf Kirsten, Trainer der Leverkusener Regionalliga-Mannschaft, würde ein Comeback seines langjährigen Mitspielers ebenfalls begrüßen: "Was Besseres könnte uns gar nicht passieren."

Der 34 Jahre alte Ramelow, Vize-Weltmeister von 2002, hatte im Sommer nach 333 Bundesligaspielen in 13 Jahren bei Bayer seine Karriere beendet.

Fit für einen neuen Anlauf fühlt er sich: "Es klappt ganz gut."

Boulahrouz vor Debüt für Stuttgart

Der VfB Stuttgart kann am Samstag gegen Bayer Leverkusen wohl erstmals auf Neuzugang Khalid Boulahrouz zurückgreifen.

"Er macht gute Fortschritte", sagte VfB-Trainer Armin Veh. Der niederländische Nationalspieler, der zuletzt wegen einer Verletzung am Sprunggelenk ausgefallen war, ist seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining.

Laut Veh sei aber noch nicht klar, ob der Abwehrspieler gegen die Werkself schon von Beginn spielen werde.

Dies hängt auch von Abwehrspieler Ricardo Osorio ab. Der Mexikaner kommt zusammen mit seinem Landsmann Pavel Pardo erst am Freitag von einem Länderspiel aus Mexiko-Stadt zurück. "Ich muss abwarten, in welcher Verfassung sie zurückkehren", erklärte Veh.

Ausfallen wird weiterhin Stürmer Cacau. Der Brasilianer leidet nach wie vor an einer Adduktorenverletzung.

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