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Ivice Olic (r.) setzt sich gegen Timo Rost (M.) und Savo Pavicevic durch © getty

Die Mannschaft von Martin Jol gewinnt ungefährdet gegen Energie Cottbus - allerdings muss ein Schlüsselspieler verletzt raus.

Hamburg - Der Hamburger SV hat sich mit einem Pflichtsieg im Titelkampf zurückgemeldet.

Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge bezwangen die Hanseaten Energie Cottbus mit 2:0 und belegen nun den vierten Tabellenplatz hinter den punktgleichen Konkurrenten Bayern München und VfL Wolfsburg - vier Zähler hinter Spitzenreiter Hertha.

Die Gäste aus der Lausitz bleiben nach der dritten Niederlage in Folge dagegen in höchster Abstiegsnot und rutschten mit 20 Punkten auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Hamburg offensiv aufgestellt

Cottbus-Trainer Bojan Prasnikar hatte seine Mannschaft vor 50.121 Zuschauern wie erwartet mit einer defensiven Aufstellung aufs Feld geschickt.

Dagegen brachte HSV-Coach Martin Jol in Olic, Mladen Petric und Paolo Guerrero gleich drei nominelle Angreifer.

Nationalspieler Trochowski musste dagegen überraschender Weise zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen, für ihn spielte der ebenfalls offensiv orientierte Albert Streit erstmals von Anfang an.

Petric verletzt raus

Doch Trochowski kam bereits in der 28. Minute für Petric ins Spiel. Der Kroate zog sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und wird den Hanseaten im UEFA-Cup-Achtelfinalrückspiel bei Galatasaray Istanbul am Donnerstag und wohl auch im Punktspiel bei Schalke 04 am Sonntag fehlen.

Im ersten Durchgang entwickelte sich der erwartete Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Energie-Tor. Die Hamburger zeigten dabei größtenteils hohes Engagement.

Mit einem sehenswerten Flugkopfball verwertete schließlich Ivica Olic in Minute 32 eine Flanke von Mickael Tavares unhaltbar für Torwart Gerhard Tremmel.

Tremmel kalt erwischt

Ganz schlecht sah Tremmel allerdings beim zweiten Gegentor aus. Piotr Trochowski verwandelte einen Freistoß direkt ins kurze Eck, den der Keeper nur bewegungslos beobachtete. Er hatte offenbar mit einer Flanke gerechnet.

Im zweiten Durchgang bemühte sich Energie um den Anschlusstreffer, während sich die Hanseaten zurückzogen und auf Konterchancen warteten. Dabei wirkte die HSV-Abwehr, insbesondere Collin Benjamin und Alex Silva, keinesfalls immer sattelfest.

Die größte Gelegenheit hatte in der 56. Minute Dimitar Rangelow, der das Tor aus spitzem Winkel verfehlte. In der 59. Minute klärte Frank Rost einen Fernschuss seines Namensvetters Timo.

Am Ende fehlte Cottbus aber ohne den erkrankten Regisseur Ervin Skela die Struktur im Offensivspiel, um Hamburg ernsthaft zu gefährden.

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