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Kevin Großkreutz feierte mit Dortmund einen 3:1-Sieg im Revierderby © imago

Der Dortmunder zieht Unmut auf sich, weil er in einem Interview jede Kritik an den Pyro-Unruhestiftern vermeidet.

München - Borussia Dortmund blüht eine harte Strafe durch den DFB, den vermummten Tätern strafrechtliche Konsequenzen und Stadionsperren:

Der Pyro-Skandal vor dem Revierderby bei Schalke 04 bewegt die Bundesliga auch noch drei Tage danach (BERICHT: BVB fürchtet harte Strafen).

Für Aufregung sorgt dabei aber nicht mehr nur die Vorkommnisse an sich, sondern auch wie die Dortmunder damit umgehen.

Während sich die Klubverantwortlichen deutlich distanziert haben, zieht Kevin Großkreutz Kritik auf sich - weil er sich nicht öffentlich gegen die Unruhestifter stellen will, die kurz vor dem Anpfiff nicht nur Bengalos abgebrannt, sondern auch Raketen auf die Schalker Tribüne geschossen haben.

"Muss jeder selber wissen"

In einem "ARD"-Interview, das bereits nach dem Spiel geführt wurde, aber erst im Nachhinein größere Verbreitung gefunden hat, wurde Großkreutz auf die Vorkommnisse angesprochen ? und vermied jede Distanzierung und Kritik.

"Ich schäme mich für gar keinen", sagte Großkreutz. Es müsse "jeder selber wissen", was er tue: "Ich sag dazu nichts und ich schäme mich für keinen Menschen."

Kontrast zu den Klubverantwortlichen

Die Aussagen Großkreutz' stehen im Kontrast zu den Statements der Dortmunder Klubverantwortlichen.

"Das ist nicht tolerabel, dafür muss man sich schämen", hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke festgehalten, ähnlich wie Trainer Jürgen Klopp, der sagte: "In so einem Moment schämt man sich für diese Bilder."

Manager Michael Zorc kündigte in der "Sport Bild" an: "Wir werden mit null Toleranz vorgehen und durchgreifen."

Pyro-Ärger bei der Meisterfeier

Großkreutz, selbst einst Stammgast auf der Dortmunder Südtribüne, hatte im vergangenen Jahr selbst Ärger wegen eines Pyrotechnik-Vorfalls.

Beim Meister-Korso 2012 hatten er und Lucas Barrios Bengalos geschwenkt und sich damit ein Verfahren der Dortmunder Staatsanwaltschaft eingehandelt.

Es wurde eingestellt, weil die Ermittler keine anderen gefährdet sahen - und nicht mehr festgestellt konnte, ob die Fackeln das vom Gesetz erforderte Sicherheits-Prüfsiegel hatten.

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