FCB-Coach Guardiola könnte gegen die offensivstarke TSG auf das Erfolgsduo der Vorsaison setzen. Auch Götze winkt die Startelf.

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Vom FC Bayern berichten Christoph Lother und Christian Ortlepp

München - So richtig wollte sich Pep Guardiola nicht aus der Reserve locken lassen.

Ob Mario Mandzukic erneut an vorderster Front stürmen oder vielleicht doch Mario Götze den falschen Neuner geben wird.

Ob die zuletzt angeschlagenen Toni Kroos und Arjen Robben rechtzeitig zum Anpfiff fit werden.

Der Trainer des FC Bayern ließ vor dem Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim am Samstag (15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) viele Fragen offen.

Und: Er brachte eine alte, zuletzt schon fast in Vergessenheit geratene Taktik-Variante zurück ins Spiel.

Erstmals seit dem 2:0 über Hannover 96 Mitte September könnten die Münchner gegen Hoffenheim wieder in einem 4-2-3-1- statt in einem 4-1-4-1-System auflaufen.

Martinez/Schweinsteiger eine Option

"Natürlich" seien Javi Martinez und Bastian Schweinsteiger eine Option für die gemeinsame Doppel-Sechs, erklärte Guardiola auf SPORT1-Nachfrage.

"Javi hat die letzten zwei Wochen ohne Probleme trainieren können. Er wird auf jeden Fall mitfliegen", kündigte der Starcoach vor der Abreise in den Kraichgau an.

Gut möglich also, dass der Triple-Sieger gegen die TSG im defensiven Mittelfeld wieder auf sein Erfolgsduo der abgelaufenen Saison zurückgreift - und Kapitän Philipp Lahm auf seine einstige Stammposition rechts hinten zurückkehrt.

So wie in der glanzvollen zurückliegenden Münchner Champions-League-Saison, die in dem Final-Sieg über Borussia Dortmund im Wembley-Stadion gipfelte.

Sonderlob für Rafinha

Vielleicht erhält Dauerbrenner Lahm, der in allen Pflichtspielen der bisherigen Saison auf dem Platz gestanden hat, sogar eine Pause.

Mit Rafinha, der den ins Mittelfeld vorgerückte Lahm zuletzt als Rechtsverteidiger vertreten hatte, ist Guardiola jedenfalls hochzufrieden.

"Er hat bislang sehr gute Leistungen gezeigt und der Mannschaft sehr geholfen", lobte der 42-Jährige den kleinen Brasilianer, der es in der laufenden Spielzeit schon auf neun Bundesliga-Einsätze bringt und damit nur vier weniger als in der kompletten Vorsaison.

Guardiola: "Götze ist bereit"

Eine Option für die Startelf ist auch der nach einem Kapselriss genesene Offensivmann Götze.

"Es wird jeden Tag besser", sagte Guardiola über den 37 Millionen Euro teuren Neuzugang aus Dortmund und betonte: "Er ist bereit."

Als Joker hatte der 21-Jährige zuletzt schon stark aufgespielt und sowohl in der Champions League gegen Pilsen (5:0), als auch in der Liga gegen Hertha BSC (3:2) getroffen.

Überstürzen will Guardiola in der Personalie Götze aber nichts: "Er braucht weiterhin Zeit. Er kann nach drei Monaten Verletzungspause nicht sofort sein altes Niveau haben."

Kroos und Robben fraglich

Große Fragezeichen stehen indes hinter den Einsätzen der an Leistenproblemen laborierenden Mittelfeldspieler Kroos und Robben.

"Sie sind vielleicht noch nicht fit", sagte Guardiola.

Bei Kroos sei es zwar "ein bisschen besser" als bei Robben. Dennoch wolle er noch die letzten Trainingseindrücke abwarten, bevor er sich entscheidet, berichtete der Spanier.

Spätestens beim Champions-League-Rückspiel in Pilsen am Dienstag soll das Duo dann aber wieder an Bord sein.

Guardiola warnt vor Hoffenheims Offensive

Zuvor gilt es für die Bayern, die bislang auf Hochtouren laufende Offensive der Hoffenheimer lahmzulegen.

"Sie haben enorme Qualität im Spiel nach vorne", warnte Guardiola vor der mit bislang 25 Treffern torgefährlichsten Mannschaft der Liga neben Dortmund.

Für seine Abwehr sei die Partie im Kraichgau "ein echter Test", betonte der FCB-Trainer:

"Wir müssen versuchen, diese gefährlichen Offensiven wie Anthony Modeste oder Roberto Firmino von unserem Sechzehner wegzuhalten und brauchen ein gutes Pressing."

Möglichst schon an der Mittellinie. Und womöglich mit Schweinsteiger und Martinez.

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