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Mario Cvitanovic (l.) und Hamburgs Mladen Petric schenkten sich im Hinspiel nichts © getty

Zweimal in Folge blamierte sich das Jol-Team zuletzt gegen einen Abstiegskandidaten. Und ausgerechnet jetzt kommt Cottbus.

Von Christian Paschwitz

München - Mit Kellerkindern kennen sie sich aus beim Hamburger SV (zur Vereinsseite). Leider schlechter als ihnen lieb ist.

Gladbach, Cottbus und Karlsruhe besetzen momentan die Plätze 16 bis 18 in der Bundesliga. Gegen den Karlsruher SC (2:3) und in der Vorwoche in Gladbach (1:4) setzte es bereits zwei unerwartete Pleiten in der Rückrunde.

Und jetzt muss das Team von Trainer Martin Jol (Porträt) mit Energie Cottbus zum dritten Mal gegen ein Team ran, das ums Überleben in der Klasse ringt. (ab 16.30 Uhr LIVE)

Dem HSV droht erneut Ungemach - und sogar der Absturz aus der Spitzengruppe.

Miese Bilanz

Was eine mögliche Angst im Unterbewusstsein noch verstärken könnte: Die Lausitzer (zur Vereinsseite) haben sich im Kräftemessen seit jeher als unangenehmer Kontrahent erwiesen.

Energie als Angstgegner: Im Hinspiel schaffte der HSV erst im sechsten Anlauf einen Auswärtserfolg (2:1). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Daheim sieht die Bilanz kaum berauschender aus: In den vergangenen drei Spielzeiten kam man nie über ein Unentschieden hinaus (1:1, 1:1, 0:0).

Rost und Jarolim warnen

Kein Wunder, dass Kapitän David Jarolim auf der Hut ist: "Energie spielt eine gute Rückrunde. Die hätten zum Beispiel vergangene Woche Hertha schlagen müssen." Torwart Frank Rost wiederum warnt via "Bild": "Wir müssen viel Geduld aufbringen. Die sind sehr abgezockt."

Ähnlich sieht's Abwehrchef Joris Mathijsen: "Es ist klar, dass es eng wird. Die stellen sich oft mit elf Leuten in den Strafraum und lassen uns anrennen."

Den Schlüssel zum Erfolg wähnt Mladen Petric deshalb in einem frühen Tor: "Das wäre sehr hilfreich für uns", mutmaßt der Goalgetter. "Wir dürfen aber nicht blöd reinlaufen."

Lehren aus dem Galatasaray-Spiel

Eine Anspielung wohl auch auf den jüngsten Hamburger UEFA-Cup-Auftritt: Beim enttäuschenden 1:1 gegen Galatasaray Istanbul setzte es erst ein Gegentor nach einem türkischen Konter.

Dann wussten die Norddeutschen aus einer fast 40-minütigen Überzahl kein Kapital zu schlagen. (zum Artikel: Hamburg droht das Aus)

"Wir müsssen uns Chancen erarbeiten und die dann auch mal eiskalt nutzen", fordert Jol deshalb.

Prasnikar setzt auf Defensive

Trainer-Kollege Bojan Prasnikar erwartet, dass seine zuletzt unsichere Deckung (sechs Gegentore in zwei Spielen) in höchstem Maße gefordert sein wird: "Wir können ja nicht in jedem Spiel vier Tore schießen, um die Fehler wieder auszugleichen."

Zumal die Lausitzer (Kader) auf Spielgestalter Ervin Skela (grippaler Infekt) verzichten müssen.

Doch Karlsruhe und Gladbacher sind bei ihren Husarenstreichen gegen den HSV zuletzt auch nicht gerade in Bestbesetzung angetreten...

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Hamburg: Rost - Boateng, Gravgaard, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Tavares - Trochowski, Jansen - Petric, Olic. Cottbus: Tremmel - Radeljic, Cagdas, Cvitanovic, Ziebig - Rost - Angelow, Rivic, Iliev - Rangelow, Jula. Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)

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